Gottes Neue Bibel

Worte Miteinander Teilen

Komplimente und Kritik. Freude und Schmerz.
Das Forum ist offen für deine Meinung.

 Fr, 21. Sep 2012 um 19:27 MESZ von Weinbergsarbeiter Gottes
(Zuletzt bearbeitet am Freitag, 21. September 2012 um 19:34 MESZ)

Die Dummheit mancher Menschen ist kaum zu beschreiben

So einfach ist doch zu verstehen, dass solche Menschen keine guten Menschen sind, die irgendwas über andere behaupten, aber nicht wissen, ob es so ist.

Dass dieses Bestehen auf Nichtwissen nur geistig Behinderte machen, mit denen man nicht normal reden kann, weil sie einfach beharren auf dem, was sie sich einbilden und selbst wenn der andere, der es weiß, erklärt, dass es aber nicht so ist, so bleiben sie trotzdem dabei, dass ROT nun BLAU sei und behaupten dies einfach weiter.

Geht es noch dümmer?

JA!! Da kommen dann andere daher, die sagen dann, es wäre ein GERECHTES Anliegen, was der Volltrottel mit seinen eingebildeten Farben von sich gibt und derjenige, der es klarstellt, dass BLAU BLAU ist und nicht ROT BLAU ist, der wäre hochmütig!

Und geht es noch dümmer und gemeiner?

JA!! Jene unverbesserlichen VOLLTROTTEL, die wohgemerkt gar nicht wissen ob ROT BLAU ist oder nicht, aber darauf beharren, was nur VOLLTROTTEL machen, verbünden sich gegen jenen, der ihnen wahrheitsgemäß sagen, dass das einfach nur BLÖDSINN sei und BLAU BLAU ist und wollen gegen sie aufhetzen und als böse darstellen, obwohl sie selbst die Bösen sind, die GEGEN den anderen vorgehen und der, der die Wahrheit weitergibt, nur wahrheitsgemäß sagt, dass BLAU BLAU ist und dass jene VOLLTROTTEL sind, die auf dem beharren, was sie doch gar nicht sehen oder wissen und einfach nur widerreden wollen, weil sie BÖSE sind und die Wahrheit ihnen völlig egal.

Nun werden die BÖSEN immer BÖSER weil es einer wagt, die VOLLTROTTEL als VOLLTROTTEL zu bezeichnen, und das hält ihr Stolz ja nun gar nicht mehr aus. Mühsam überlegen sie, wie sie den, der die Wahrheit über sie sagt, ein Ei legen können, ihre BOSHEIT wird dabei immer größer.

Das ist die Geschichte jener Menschen, die den Sinn des 1. Gebot weder verstehen, noch dieses so wertvolle Gebot Gottes verstehen!

Die Wahrheit nimmt zu und wer die Wahrheit nicht einsehen will und sich danach ändern, ist im Gericht und wird immer böser und unglücklicher.

Deswegen können solche Menschen nicht zur Barmherzigkeit kommen, die sich weiter Bildnisse machen wollen, was gegen das 1. Gebot ist. Denn wer einfach irgendwas behaupten will und darauf beharren, obwohl er es nicht weiß, ist einfach dumm und böse und kann nicht barmherzig werden und damit auch keine Erlösung erlangen.

Deswegen steht auch geschrieben, dass die Toren nicht in den Himmel kommen, sondern wir werden sollen wie die Kinder, nämlich aufnahmefähig statt mit Bildnissen angestopft.

Es ist alles so einfach zu verstehen und doch sind die Menschen lieber mit ihren Bildnissen vollgestopft und gemein zu anderen Menschen, weil sie einfach irgendwas behaupten, ohne es zu wissen, und dabei verurteilen und richten.

Manche haben es zuvor nicht richtig verstanden, haben sie den Willen zum Guten, werden sie sich entschuldigen und besser machen wollen. Habens sie den Willen zum Bösen, ist ihnen ihr Stolz und Hochmut und ihre Herrschsucht wichtiger nun sie werden mit ihrer Dummheit und Gemeinheit weitermachen wie bisher.
 Fr, 21. Sep 2012 um 20:25 MESZ von Josef

Re: Die Dummheit mancher Menschen ist kaum zu beschreiben

B.D. NR. 7553 - 19.3.1960

Wille garantiert die Kraft zur Weinbergsarbeit..

Wem Ich ein Amt gebe, dem gebe Ich auch die Fähigkeit, es zu verwalten...

Und wen Ich erwählt habe zur Arbeit in Meinem Weinberg, der wird auch solche leisten können, denn er empfängt von Mir alles, was nötig ist dazu...

Er empfängt ein rechtes Saatgut und auch die Kraft, um damit zu arbeiten nach Meinem Willen. Nur muß er selbst sich Mir zum Dienst angetragen haben, denn wider seinen Willen wird kein Mensch eine solche Arbeit zu leisten brauchen, weil diese dann zwecklos wäre, denn nur, wo Liebe wirket, ist auch Erfolg zu verzeichnen. Und so soll ein rechter Weinbergsarbeiter seine Arbeit mit Liebe verrichten...

Es soll dem Verkünder Meiner Lehre die geistige Not des Mitmenschen zu Herzen gehen, und dieser Not soll er abzuhelfen suchen...

Dann wird er wahrlich einen guten Erfolg verzeichnen können, dann wird seine Arbeit ihm wohlgelingen und Segen bringen. Und es wird jeder schaffen und wirken können nach seiner Fähigkeit, denn Ich werde einen jeden dahin versetzen, wo er ein rechtes Arbeitsfeld findet, das er nun auch bewältigen kann. Darum ist nur der ernste Wille nötig, für Mich in Meinem Weinberg tätig sein zu dürfen, und ihm wird nun auch die Arbeit zugewiesen, wie er sie bewältigen kann, wie es seiner Fähigkeit entspricht. Und es soll auch jeder Arbeiter in Meinem Weinberg abwarten, bis Ich ihn rufe zur rechten Tätigkeit... denn Ich weiß es, wann für ihn Tag und Stunde zur Arbeit gekommen ist, und dann rufe Ich Selbst ihn, und er wird gern seiner Arbeit nachkommen. Ich brauche euch alle, ihr Meine Diener auf Erden, denn es ist große geistige Not, und es muß noch viel des guten Samens ausgestreut werden, mit dem Ich euch zuvor versorge, auf daß ihr daran nicht Mangel leidet. Und Mein Samen ist Mein Wort, das euch aus der Höhe zugeht. Wer dieses Mein Wort weiterträgt, wer dafür sorget, daß es Verbreitung findet, der ist Mir ein guter Arbeiter, und er wird wahrlich gesegnet sein, denn die Menschen brauchen Mein Wort, es muß ihnen das Evangelium verkündet werden, sie müssen um Meinen Willen wissen, um Meine Gebote, um ihre Aufgabe auf Erden und um alles Schwere, dem sie entgegengehen...

Sie müssen wissen, daß sie nahe vor dem Ende stehen und daß sie nichts vordringlicher tun sollen, als an ihren Seelen zu arbeiten, weil nicht mehr lange Zeit ist. Dies ist Aufgabe eines jeden Dieners auf Erden, der sich Mir zur Arbeit in Meinem Weinberg angetragen hat. Ein jeder soll seine Mitmenschen aufmerksam machen auf das Wort aus der Höhe, ein jeder soll künden von der großen Liebe des Vaters, Der Seine Kinder zurückgewinnen will, ein jeder soll die göttliche Liebelehre weitertragen, die ihnen Meinen Willen kundgibt. Dann wird er ein guter Knecht sein, und Ich werde seine Arbeit lohnen...

Und es braucht keiner zu fürchten, daß er dieser Arbeit nicht gewachsen sei, denn ein jeder wird auch Gelegenheit dazu haben, denn Ich führe ihm seine Mitmenschen so in den Weg, wie sie willig sind, Mein Wort entgegenzunehmen, und es wird sich dann von selbst ergeben, ob sie Mein Wort annehmen oder nicht. Aber ihr Meine Diener auf Erden, ihr müsset Mittler sein, durch die Ich Selbst die Menschen anreden kann, die eine direkte Ansprache noch nicht zulassen. Und so brauchet ihr nur zu wollen, daß ihr Mir dienet, und alles tritt so an euch heran, daß ihr Mir also dienet, bewußt oder unbewußt. Denn für Mich ist es wahrlich ein leichtes, euch die Gabe des Redens zu geben, wenn ihr diese benötigt, wenn Ich durch euch einen Mitmenschen ansprechen will. Aber Ich muß euren Willen besitzen, der frei ist...

Und dessen Willen segne Ich, wenn er Mir gilt und beitragen will zur Erlösung des Unfreien...

Und Ich werde euch auch immer so viel Kraft zukommen lassen, wie ihr benötigt für eure Weinbergsarbeit...

Ihr werdet sie stets zu leisten imstande sein, weil diese Arbeit das Wichtigste ist und es darum auch Mein Wille ist, daß ihr wirket mit Meiner Kraft. Darum fürchtet niemals, untauglich zu werden für eine Arbeit, die in der letzten Zeit vor dem Ende ganz besonders dringend ist und die im freien Willen ausgeführt werden muß, denn Ich erhalte Mir Meine Diener leistungsfähig, solange Ich ihre Dienste benötige...
Und Ich weiß es auch, wie lange ihr Mir noch dienen sollet und welche Aufgabe Ich einem jeden setze in der letzten Zeit vor dem Ende...

Und so lange versorge Ich euch mit Kraft und halte schützend Meine Hände über euch... und so lange werdet ihr auch euer Amt versehen, das Ich euch zugewiesen habe...
Amen
 Fr, 21. Sep 2012 um 21:14 MESZ von Josef

Re: Die Dummheit mancher Menschen ist kaum zu beschreiben

VOM FEIGENBAUM, VOM GEBET UND VOM GLAUBEN
21, 17–22
21, 17–18 Jedes Ding in dieser Welt hat sein gottgegebenes logoshaftes Ziel und Bestimmung. Der Feigenbaum: daß er Feigen hervorbringt; der Engel, daß er Gott dient; der Mensch, daß er Gott ähnlich wird; die Biene, daß sie Honig sammelt. Wenn es seine Bestimmung nicht erfüllt, so verfällt jedes Geschöpf dem Fluch des Schöpfers, offen oder insgeheim. Der Gottmensch kam eben in diese Welt, damit sie zu ihrer göttlichen Bestimmung zurückfinde. Er Allein aber kennt die Bestimmung eines jeden Geschöpfes; Er Allein auch besitzt die Macht, jedem Geschöpf die Kraft zur Erfüllung seiner Göttlichen Bestimmung zu verleihen. Das Beispiel des Feigenbaums: der Feigenbaum ist in der Welt, um dem Menschen zu dienen; und der Mensch? um Gott zu dienen. Wie dient der Mensch Gott? Durch den Glauben. Glaube aber heißt: ganz, mit ganzem Wesen, mit allen Kräften seines Wesens Gott zu leben, in Gott und um Gottes willen. Nur so bringt das menschliche Wesen Gott die für ihn vorgesehene Frucht dar. Andernfalls: vertrocknet es; die göttlichen Quellen in ihm vertrocknen; sein Wesen, unbenetzt vom himmlischem Tau der Gnade und jenseits des Horizonts der göttlichen Kräfte – verwelkt, vertrocknet, bleibt ohne Frucht. Ein Mensch ohne Glauben an den Herrn Christus ist dem Aussehen nach ein Mensch, aber funktioniert nicht richtig; wie der Feigenbaum: er hat das Aussehen und die Blätter eines Feigenbaums, aber hat keine Frucht. Und das prophetische Wort des Heilands wird wahr: «Ohne Mich könnt ihr nichts tun» (Jo 15, 5); d.h., wenn sich der Mensch nicht organisch, wie auf einer Spule mit dem lebenschaffenden Wesen des Gottmenschen Christus verbindet (Jo 15, 6). Der Mensch aber wickelt sich auf dem Gottmenschen auf durch die Tat des Glaubens, und die Kräfte und Göttlichen Säfte des Gottmenschen beginnen durch das menschliche Wesen zu fließen, es zu befruchten, und es «bringt viel Frucht» (Jo 15,5): es bringt alles hervor, was göttlich, unsterblich, ewig ist. Der Glaube vergöttlicht den Menschen und macht ihn zum “Gott der Gnade nach”, und alles, was er tut, wird göttlich, unsterblich, ewig. Für einen Menschen mit solchem Gottmenschlichem Glauben ist alles möglich; er kann durch ein Wort auch Berge versetzen und ins Meer werfen. Sein ganzes Verhältnis zum Gottmenschen entstammt dem Gebet und liegt im Gebet: «Alles, was ihr erbittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr's empfangt, so wird's euch gegeben» (Mk 11, 24). Denn für den Gottmenschen, Der im Glaubenden wohnt, gibt es nichts Unmögliches. Gemäß dem allwahren Wort der Wahrheit Selbst: «Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren» (Jo 15, 7). Vorallem: mit Hilfe der heiligen Mysterien des Evangeliums und der Tugenden des Evangeliums – sich gnadenhaft organisch mit dem Herrn Christus verbinden. Denn nur so, nur durch die gnadenhaft-tugendhafte Verchristung, wird das menschliche Wesen gottmenschlich unsterblich und gottmenschlich allmächtig.
Das Gebet ist allmächtig, wann? Wenn es aus gottmenschlichem Glauben entspringt, der das gesamte Wesen des Menschen mit Gott verbindet. Solches Gebet ist vernünftig und anhaltend und geht vom ganzen Herzen aus. In Erfüllung gehen die Worte des heiligen Apostels: «So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet» (1 Petr 4, 7). Und noch die Frohbotschaft des Heiligen Chrysostomos: “Höre auf Gott in Seinen Geboten, damit Er dich in deinen Gebeten erhöre”. Und daneben das Gebot des heiligen Boanerges: «Was wir bitten, werden wir von Ihm nehmen, denn wir halten Seine Gebote und tun, was vor Ihm gefällig ist» (1 Jo 3, 22). Dann erlangt der Mensch Macht über die sichtbare Natur, über die Naturgesetze. Und so wird der Christ, werden Christen zu «Mitarbeitern Gottes – Qeo¨` sunergoiv» (1 Kor 3, 9). Der Feigenbaum des Evangeliums – das ist ein Symbol für jene, die «den Schein eines gottesfürchtigen Wesens haben, aber seine Kraft verleugnen» (2 Tim 3, 5). d.h. fromm aussehen, aber nicht in Frömmigkeit und durch ihre Göttliche und Gottschaffende Kraft leben. Denn Frömmigkeit – das ist nichts anderes als gottgemäßes Leben, Leben in Gott, Leben um Gottes willen. Ein solches Leben aber macht den Menschen mächtig und allmächtig, göttlich mächtig, göttlich allmächtig, denn ihn ihm lebt Gott, und aus ihm heraus wirkt Gott und all Seine Kräfte. Aus Seiner Menschenliebe heraus ersehnt der Herr Christus immer die Rettung des Menschen, die menschlichen Göttlichen Werke und asketischen Taten. Deshalb tritt Er unerwartet und unsichtbar an jeden Menschen heran, an jede menschliche Seele, um zu sehen, ob an ihr eine Göttliche Frucht ist, d.h. Tugenden des Evangeliums an ihr, durch welche Sich der Gottmensch in unserer menschlichen Welt nährt (Jo 4, 32–34).

VON DER MACHT JESU CHRISTI UND DER MACHT DES VORLÄUFERS
21, 23–27
21, 24–27 Der Gottmensch Jesus sprach und handelte «wie Der, Der Macht hat» (Mt 7, 29; Mk 1, 22). In Seinen Worten und Werken war eine unüberwindliche und alles besiegende Kraft und Macht. Das war jene Kraft, die unüberwindlich sowohl über den Menschen als auch über den Dämonen herrschte. Die Menschen fragten sich in Verwunderung: «Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern - kat j ejxousivan - mit Macht - und sie gehorchen ihm!» (Mk 1, 27). Das ist die Kraft und Macht, die Er Seinen Jüngern über alle Dämonen verlieh. Das Evangelium bezeugt: «Er verlieh ihnen Kraft und Macht – d¨vnamin kai; ejxousivan – über alle Dämonen» (Lk 9,1). Natürlich kann nur Gott diese Kraft und Macht verleihen. Hätten die Fragesteller logisch über diese Kraft und Macht denken wollen, die aus den Worten und Werken des Heilands leuchteten, so hätten sie zu dem Schluß gelangen müssen, daß der Träger diese Macht Gott ist. Das aber ist es gerade, was die Gesprächspartner an Jesus von Nazareth stur nicht anerkennen wollten. Auf diese Seine göttliche Macht verwies der Heiland auch früher gegenüber solchen Fragestellern (Mt 12, 25–28). Das ist die Kraft, die sich aus der gottragenden Persönlichkeit des heiligen Vorläufers ergoß. Mit dem Unterschied, daß der Vorläufer diese Macht von Gott erhalten hatte, während Jesus sie als Gott besaß. Das ist die göttliche Macht, Allmacht, die dem Herrn Jesus gegeben wurde, weil Er die gottmenschliche Tat der Rettung vollbrachte: «Mir ist gegeben alle Gewalt (Macht) im Himmel und auf Erden» (Mt 28, 18).

DAS GLEICHNIS VON DEN SÖHNEN UND DEM WEINBERG
21, 28–32
21, 28–32 In das Reich Gottes geht man durch Buße ein, gleich welche Sünden den Menschen vor der Reue beherrschten. Buße – das ist der sicherste und kürzeste Weg aus dem Reich des Teufels in das Reich Gottes. Der Teufel herrscht über die Menschen durch die Sünde, Gott aber – durch die Tugend. Wo die Sünde ist, da ist auch schon das Reich des Teufels, die Hölle; wo die Tugend ist, da ist auch schon das Reich Gottes, das Paradies. In der Buße ist das wichtigste der Geist der Umkehr und die Werke in diesem Geiste. «Bringt Früchte der Buße hervor» (Mt 3, 8), – das fordert das Evangelium von allen Büßern. Beim Menschen hängt alles von seinem Verhältnis zum Vater, Gott, ab. Vollbringt der Mensch Gottes Willen, tritt er bereits in das Reich Gottes ein. Erfüllt er ihn nicht, so bleibt er weit vom Vater, Gott, entfernt, im Reich der Sünde und des Bösen, im Reich des Teufels.
Was bedeutet der Weinberg? Das ist die irdische Welt, denn Gott hat diese Welt wie einen Weinberg gepflanzt. Jeden Menschen, den Er aus dem Nichtsein ins Dasein hevorbringt, schickt Gott zur Arbeit in dieser Welt. Darin arbeitet man gottgefällig, indem man Gottes Willen erfüllt. Den Weinberg Gottes aber zerfurcht und zerstört der Mensch, wenn er den Willen Gottes, des Vaters, nicht befolgt. Wenn er Gottes Willen nicht befolgt, dann befolgt er sicher seinen eigenen oder des Teufels Willen. Die Trauben sind göttlichen Ursprungs, deswegen sind sie sehr empfindlich gegenüber jeder Art des Bösen und jeglicher Sünde.
Im engeren Sinne bedeutet der Weinberg den Menschen selbst, seine Seele und seinen Leib. Denn der gottebenbildliche Mensch ist der Weinberg Gottes. Gott schickt den Menschen in das Reich der Existenz, in das Reich des Seins, damit er den Weinberg unter Erfüllung des Willens des Herrn des Weinbergs bearbeitet. Denn nur so entwickelt sich der Weinberg Gottes und bringt würdige Früchte, gottgefällige Früchte. Denn Gottes Kräfte: das Evangelium, die heiligen Mysterien, heiligen Tugenden, die Kirche, – das ist das Klima, und das Begießen und das Besprenkeln und das Bearbeiten des Weinbergs Gottes: des Menschen.
Im Gleichnis des Heilands ist unter dem Menschen Gott zu verstehen; unter dem ersten Sohn – die Zöllner und Sünder überhaupt; unter dem zweiten Sohn – die Pharisäer; unter dem Weinberg – die Kirche Gottes; unter der Arbeit im Weinberg – jegliche Arbeit, die bei der Erfüllung von Gottes Geboten angewandt wird, den heiligen Tugenden und heiligen Mysterien Gottes. Der erste Sohn bedeutet den Sünder, der anfänglich negativ zum Evangelium, zur Kirche, eingestellt ist, dann aber bereut und mit Eifer in Gottes Weinberg arbeitet. Der zweite Sohn bedeutet die stolzen und überheblichen Sünder, die alle mit Worten behaupten, wie sie arbeiten wollen, während sie mit ihrer Seele und ihrem Leben die Arbeit in Gottes Weinberg ablehnen, die Arbeit an ihrer Rettung, an ihrer Vergottung.

VON DEN BÖSEN ARBEITERN IM WEINBERG UND VOM ECKSTEIN
21, 33–46
21, 33–46 Der Weinberg: ist die ganze Welt; der Herr und Besitzer des Weinbergs: Gott. Alle Wesen und alle Geschöpfe stellen den Weinberg Gottes dar. Gott vertraute den Menschen den Weinberg an und übergab ihn ihnen, damit sie ihn bearbeiten. Gottes Diener – das sind viele Geschöpfe und Elemente: Sonne, Gestirne, Himmel, Gräser, Tiere, der Mensch, das Firmament, die Weiten über den Himmeln, alle Geschöpfe und alle Lebewesen; all das dient Gott. In geistlicher Hinsicht: das Menschengeschlecht – ist der Weinberg, von Gott angepflanzt, von den Engeln bewehrt, aber auch selbständig in seinen Angelegenheiten und seinem Leben: gab ihn an Weingärtner in Pacht und zog außer Landes.All das haben die Menschen in sich, unvergänglich, unsterblich, das ist ihnen von Gott gegeben, damit sie es beackern und vermehren und so viel Frucht hervorbringen. Aber die Arbeiter im Weinberg bildeten sich größtenteils ein, daß der Weinberg nicht nur ihr Eigentum ist, sondern auch ihre Schöpfung. Gott sandte Seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen (Vers 34), doch denen erging es schlecht: sie wurden entweder erschlagen, oder verjagt, oder gequält, oder gesteinigt. Für die Menschen ist das wichtigste, daß sie in ihrem Leben und ihrer Tätigkeit selbständig sind: daß sie nicht von Gott abhängig sind, damit sie sich alles selbst zuschreiben können. Deshalb haben sie auch angefangen, Gott überhaupt zu leugnen, und nicht nur Ihn nicht anzuerkennen als Herrn und Schöpfer der Welt, Dem wir Rechenschaft dafür schuldig sind, wie wir uns in diesem Seinem Weinberg verhalten. Die Arbeiter im Weinberg weisen die “Knechte” Gottes in verschiedener Weise ab, verwerfen sie, erkennen sie nicht an. Die sogenannte “positive Wissenschaft” erkennt nichts als Göttlich in dieser Welt an; die Deisten – etwas; Atheisten – nichts, Materialisten – nichts. Die Menschen wie die Arbeiter im Weinberg sind so gottlos geworden, daß sie in dieser Welt, diesem Weinberg Gottes, nichts Göttliches sehen und anerkennen. Ebenso in Gottes Gesandten: den Propheten, Aposteln, Heiligen, Gerechten. Mehr noch: selbst im Gottessohn sehen und erkennen sie nicht Gott an, obwohl Er die lebendige, irdische, menschliche Verkörperung des unsichtbaren Gottes ist, die Menschwerdung Gottes: Gott in Seiner ganzen Fülle offenbart als Mensch. Und tatsächlich, töten die Menschen den Gottessohn in sich und der sie umgebenden Welt auf unterschiedliche Weise und erklären Sein Eigentum, Sein Erbteil als das ihre. Der Lehrer tötet im Schüler den Gottessohn, wenn er ihm Unglauben beibringt; der Richter im Angeklagten, wenn er ihn nicht gerecht richtet; der Gelehrte im Schüler, wenn er behauptet, die Welt sei von selbst entstanden; der Priester – im Gemeindemitglied, wenn er nicht dem Evangelium entsprechend lebt; der Staatsmann in den Untertanen, wenn er nicht nach Gottes Gesetzen regiert; der Atheist, wenn er seine Gottlosigkeit gewaltsam anderen aufstülpt; der Gottesgegner – wenn er die Einfachen und Naiven verführt. Und noch: den Gottessohn und die Diener Gottes töten diejenigen, die die Elemente der Natur für selbständig und selbstentstanden erklären, und ihnen jegliche göttliche Zielstrebigkeit in ihrer Existenz und Tätigkeit absprechen. Ist der Donner etwa kein Diener Gottes? und der Blitz? und das Licht? und der Himmel? und die Sonne? und die Sterne? und die Gräser? und die Tiere und überhaupt alles Bestehende? Schreibt man diesen Dingen irgendwelche selbständige und mechanische Aufgabe zu, so tötet man sie und zerstört sie als logische, göttlich-logische und zielstrebige Elemente; man entblößt sie auch des prophetischen und logoshaften Sinnes. So nivelliert man die Welt zu einem alogischen Gespenst herab, und zu einer Dummheit und Sinnlosigkeit.

(Achtung: FettDruck von Josef)

21, 40–41 Ein solches Geschlecht verwandelt die Arbeiter im Weinberg in offene und heimliche Bösewichter.

Die göttliche Wahrheit aber besteht darin, daß der Schöpfer und Herr des Weinbergs, wenn er auch den Weinberg verlassen hat, zurückkommt, um alles zu überprüfen und selbst zu sehen. Sein allgerechtes Gericht ist auch allen Übeltätern offenbar: all sie wird er eines bösen Todes töten. Aber der Weinberg ist dennoch nicht vergangen, die Arbeiter im Weinberg konnten ihn nicht zerstören. Der Herr gibt ihn anderen Arbeitern im Weinberg, die ihm zu rechter Zeit Frucht geben.

(Fettdruck Ende)


21, 42 Gott Vater setzte Gott Logos als Grundlage der kosmischen Struktur ein; so geschieht es im gesamten Kosmos, ebenso in jedem einzelnen Geschöpf und Wesen. Wenn dies verneint wird, dann wird die einzige wahre, göttliche Logik verneint sowohl für das Weltall als ganzes als auch für jedes Wesen allein. Ohne dies geht alles in Sinnlosigkeit und in unerklärlichem menschenfresserischem Chaos unter. Durch Seine Inkarnation jedoch, durch Seine Menschwerdung, wird Gott Logos wieder zum Eckstein des Weltalls und jeden Geschöpfes für sich. Und damit auch zu ihrer einzigen Logik und Folgerichtigkeit. Das war vom Herrn, nicht von euch, und daher ist es wunderbar in euren Augen. Nicht einmal eure Augen besitzen die Kühnheit, dies zu leugnen.

21, 43–44 Eines ist bekannt: der Kampf mit diesem Stein, d.h. mit Gott Logos, ist immer besiegend für den Menschen, wie und was für einer er auch immer sei. Wer auf diesen Stein stößt, mit welcher Waffe auch immer: dem Verstand, dem Gefühl, dem Schwert, der Kanone, oder allen Art von Sünden und Leidenschaften, wird letzendlich zerschlagen.

Wenn es geschieht, daß irgendein sturer Gottesgegner insgeheim gegen Christus-Gott kämpft, so kommt doch der Tag, da dieser Göttliche Stein auf ihn herabstürzt und ihn zermalmt.

Aber all das sind einzelne Menschen und Ausnahmen, während das Volk göttliche Früchte bringt, um derentwillen ihm eben das Himmelreich verliehen wird.

Aus:

http://www.rocor.de/Bote/20014/ html/02_tolkowanije.htm
 Sa, 22. Sep 2012 um 0:37 MESZ von Weinbergsarbeiter Gottes

Re: Die Dummheit mancher Menschen ist kaum zu beschreiben

Die nächste Art der großen Dummheit ist das Zitieren ohne den Zusammenhang zu erkennen.

Im Geistigen hat alles eine bestimmte Reihenfolge und Bezug zueinander. Deswegen konnten die Gleichnisse Jesu auch nicht so leicht verfälscht werden.

Manche Menschen versuchen dennoch Worte Gottes aus dem Zusammenhang zu reissen und dann nach so zu verwenden, dass es den Anschein bekommen soll, ihre Neigungen seinen richtig.

Auch erkennen sie nicht, dass bestimmte Worte zwei Bedeutungen haben können. Und dabei erwischen sie meist die falsche.

Sie merken zwischen geistigen Worten und weltlichen Worten über Geistiges KEINEN Unterschied. Weil sie selbst noch ungeistig sein, ihren Geist nie gefördert haben. Und selbst die Entsprechungswissenschaft verstehen sie nicht ordentlich, sonst könnte das nicht passieren.

So tappen die Suchenden (für ihre unendlen Zwecke Suchenden) und Zitierenden, ohne dass sie wirklich Schätze fürs Himmelsreich suchen, ständig im Dunkeln und auch dies ist eine Art, sich BIldnisse zu machen statt sich zu ändern und den Sinn wirklich zu erkennen.

Und da posten sie dann irgendwas, verstehen dabei garnichts, Hauptsache es scheint so, dass ihre Lust-Ansichten bestätigt werden. Stellen, bei denen es nicht so scheint, lassen sie weg, denn das ist nichts fürs aufgeblasene Ego.

Eben diese Begier macht den Menschen zum schlechten Menschen, denn die Wahrheit wird dadurch unbewusst ausgegrenzt. Und es erzeugt Hass gegenüber der Wahrheit und Wahrheitsverkündern weil diese dem EGO schaden.

Mit dem oberflächlichem Buchstabensinn ist aber kein Geist zu fördern, ganz im Gegenteil. Er vertreibt alles Geistige und auch Jesus ist bei so einem "Gottesdienst" nicht gegenwärtig.

32. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? (Lukas)

44. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen.
45. Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstunden.
(Lukas)

Josef! Es gehört viel mehr dazu die Schrift zu verstehen als sie nur als Waffe gegen mich einsetzen zu wollen um deine dummen und bösen Ansichten zu untermauern.

Und würdest du auch nur ein bischen deinen Geist fördern, so würdest du SOFORT erkennen, dass Dudde keine göttliche Botschaften weitergab.

Prüfe dich und gib das, was Jesus möchte, und fördere damit deinen Geist, dann bekommst du Verständnis. Momentan verstehst du leider nicht mehr als jeder andere ungeistige Mensch der sich auch mit Jesus beschäftigt, aber eben auf ungeistige Weise. Und so wie das Gegenteil deinen Geist fördert, so fördert diese deine rücksichtlose und respektlose Vorgangsweise der primitiven oberflächlichen Sucherei und Zitiererei, etc. deinen inneren Tod.
 Sa, 22. Sep 2012 um 7:44 MESZ von Josef

Re: Die Dummheit mancher Menschen ist kaum zu beschreiben

Liebe zum Mitmenschen
Liebe ist der Zug zum Göttlichen im Mitmenschen
Unter allen Werken des Schöpfers steht obenan der Mensch. Der Mensch ist nicht nur gottgeschaffen, er ist gottentstammt. Seine Mitmenschen lieben heisst: sich mächtig hingezogen fühlen zu dem, was göttlich ist in ihnen.
Und weil in jedem Menschen etwas Ewiges ist, haben wir nicht willkürlich dem einen oder anderen unsere Neigung zuzuwenden; wir sollen in jedem, der uns begegnet, das Gottesebenbild ernst nehmen und es aus allem Schutt herauszufinden suchen.
Die Feindesliebe soll auch echte Liebe sein
Jesus heisst uns auch die Feinde lieben (Matth. 5,44). Das Wort »lieben« darf hier durchaus nicht abgeschwächt werden. Es wird den Jüngern nicht bloss zugemutet, dass sie korrekt sein sollen zu ihren Gegnern. Jesus fordert auch dem Feind gegenüber eine echte, mächtige Liebe.
Nicht das Böse, das dem Feind anhaftet, soll ich lieben, sondern das Gute, das der Schöpfer in ihn pflanzte. Nicht die Lumpen soll ich lieben, die der Königssohn eben trägt, sondern den Königssohn, der eben Lumpen trägt. Dasselbe gilt natürlich von allen äusserlich und innerlich verwahrlosten Menschen. Der Jünger soll den hellen Blick haben, der durch das, was uneigentlich ist, zum Eigentlichen durchdringt. Er soll nicht von unten her urteilen, sondern von oben her. Er soll jeden Mitmenschen mit dem Auge des Schöpfers ansehen, für den immer das die Hauptsache ist, was er dem Menschen gab.
»Wir kennen niemand mehr nach dem Fleisch«, sagt Paulus (2. Kor. 5,16) - damit sagt er, wir schätzen niemand ein nach unserem beschränkten Horizont, nach unserem durch Eigenliebe getrübten Empfinden: Wir schätzen jeden nach dem Mass dessen, wie er oben beim Vater geschätzt wird.
Es ist so einleuchtend, was Christus in der Bergpredigt sagt: Erst die Feindesliebe gibt den Beweis, dass überhaupt Liebe da ist. Erst hier ist zu sehen, dass man um Gottes und des Göttlichen willen sich zum Mitmenschen hingezogen fühlt und nicht um eigener Vorteile willen.
Wer den Feind nicht lieben kann, kann auch den Freund, den Bruder, die Mutter, die Braut, das Kind, den Nachbarn nicht lieben (Matth. 5,46-48).
Keine Liebe ohne EhrfurchtWeil die Liebe der Zug zum Göttlichen im andern ist, ist sie immer auch Ehrfurcht, Wertschätzung, Hochachtung. Der Liebende achtet den andern höher als sich selbst (Phil. 2,3; Röm. 12,10).
Das bedeutet unter anderem auch, dass man vor der Freiheit des Nächsten Respekt hat. Wenn schon der Allmächtige die Freiheit des Menschen derart achtet, dass er ihn eher riskiert, ehe er ihn durch Zwang bei sich festhält (der verlorene Sohn, Luk. 15), wieviel mehr soll ich die Freiheit meines Bruders achten! Der Vater lässt den Sohn ziehen, aber er hört nicht auf, für ihn zu hoffen.
Die Liebe hofft alles: sie kann nicht davon lassen, zu erwarten, dass der Mitmensch, wäre er noch so weit verirrt, dennoch einmal zurückkehrt zu seinem Ursprung. Diese Hoffnung, dieses Vertrauen, das ein Mensch stillschweigend dem anderen entgegenbringt, hat eine mächtige Kraft, Vorurteile zu beseitigen, Scheidewände niederzureissen.
Seelsorge ist nicht ein Fach oder eine Spezialität, sondern einfach Liebe
Liebe ist Kontakt: ein unmittelbares, feines Verstehen des andern. Wir brauchen keine dicken Psychologiebücher, um Menschenkenntnis zu erlangen. Nicht Forschungsinstitute, nicht Fachzeitschriften sind der Weg zu seelsorgerlichem Verstehen, sondern die Liebe, der von oben kommende mächtige Zug zum Göttlichen im andern.
Er wirkt jene unmittelbare innerste Berührung, wie sie der Menschensohn sofort hat mit jedem, der ihm begegnet. Liebhaben überflügelt bei weitem alles Wissen (Eph. 3,19). Christus erfasst mit einem Schlag das göttliche Original im andern; ebenso durchdringt er im Augenblick die eigentümliche Gottentfremdung gerade dieses Menschen. So kann er dann mit jedem so umgehen, wie er es nötig hat.
Die Liebe hat keine Schablonen, sie trägt keine fertigen Theorien an Menschen heran. Sie versteht jeden einzelnen Menschen von Gott her. Sie hat eine tiefe Ehrfurcht vor der gottgeschaffenen Eigenart, vor dem gottgewirkten Schicksal jedes einzelnen Menschen. Darum wagt sie es gar nicht, ihm etwas Geringeres zu bieten, als was ihr jedesmal durch eine besondere göttliche Offenbarung gegeben wird - so Christus und alle christusähnlichen Menschen.
Liebe ist ein besonderer Zug zu Menschen, die einem besonders gegeben sind
Die Liebe geht auf jeden Menschen ein, dem sie begegnet. Dadurch ist es aber nicht ausgeschlossen, dass sie in einem besonders innigen und stetigen Verhältnis steht zu Menschen, zu denen sie besonders geführt ist.
Christus, obwohl er für alle Menschen da ist, beschränkt seinen Wirkungskreis doch zu Zeiten auf sein Volk, weil es ihm jetzt so gewiesen ist. Er steht auch in einem einzigartigen Verhältnis zu den Zwölfen, von denen er mit besonderem Nachdruck sagt, sie seien ihm vom Vater gegeben (Joh. 17,6.9.12.24). Und unter den Zwölfen hat er in einzigartiger Weise den Johannes geliebt.
Die besondere Gemeinschaft der Familie macht einen Menschen nicht unfähig, sein Volk zu lieben. Im Gegenteil: Das eine ist eine Grundlage und Schule für das andere. Ebensowenig ist der Jünger Jesu durch die besonderen Bindungen in Familie, Freundschaft, Volk, Gemeinde daran gehindert, allen Menschen Liebe entgegenzubringen.
Liebe ist Krieg gegen das Böse am Mitmenschen
Die Liebe, weil sie der Zug zum Göttlichen im Nächsten ist, kann nicht anders als sich gegen das Ungöttliche wenden, das sie an ihm findet. Die echte Liebe vereinigt in sich das Gericht und die Barmherzigkeit (Matth. 23,23; Röm. 12,9; Gal. 4,16).
Sie hat die Kraft, am andern zu unterscheiden, was gut und böse ist, und ihn vom Bösen zu scheiden; sie hat den Mut, wo es nötig ist, durchgreifend zu handeln. Sie verleugnet auch darin nicht ihren Ursprung aus der Liebe Gottes, der gerade dort, wo er liebt, mit strengem Gericht waltet (Hebr. 12,6).
Die Liebe ist ganz gebunden und ganz frei
Die Liebe »übt keinen Mutwillen« bestehenden gesetzlichen Ordnungen oder Sitten gegenüber. Sie kann, wenn es nötig ist, mit denen, die noch an bestimmte äussere Ordnungen gebunden sind, umgehen, als wäre sie selbst noch diesen Ordnungen verhaftet (1. Kor. 9,20). Der Liebende selbst ist aber völlig frei von allen Sitten, Vorschriften, Traditionen und Satzungen.
Die Liebe ist die »Erfüllung« des Gesetzes: Das Mass dessen, was das Gesetz oder die fromme Sitte verlangt, macht sie übervoll. Sie schäumt über, sie ist in göttlichem Sinn ausser Rand und Band. Wo die Liebe fehlt, sind alle Geistesgaben, alle Übungen der Frömmigkeit, alle unerhörten Kraftleistungen im Wohltun, ja der Märtyrertod zu einem Nichts entwertet (1. Kor. 13,1-3).

Autor: Ralf Luther
Quelle: Neutestamentliches Wörterbuch