Gottes Neue Bibel

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 Sa, 15. Jul 2023 um 11:47 MESZ von Roswitha Elke Frojd

Wer ist Luzifer

Im Namen Jesus Christus


Der Fall eines Teils der Geister unter Führung Luzifers
Warum ist es wichtig, über die Urschöpfung und den Abfall Luzifers wahrheitsgemäß Bescheid zu wissen? (jl.ev02.231,04)
Motive Gottes zur Erschaffung von Luzifer
Welche Motive bewegten Gott, Luzifer als erstes Geistwesen zu schaffen?
(jl.ev11.017,04 ff.) Luzifer

Warum bekam Luzifer den Namen 'Lichtträger'?
Welche Fähigkeiten und Macht bekam er? (jl.ev11.017,12)
Welche Motive und Irrtümer führten zu Luzifers Rebellion gegen Gott? (jl.ev11.017,14 ff.)
Welche Konsequenzen hatte die Rebellion Luzifers und seiner Anhänger für sie? Warum wurden sie nicht vernichtet? (jl.ev11.017,16 ff.)
Grund der Erschaffung des materiellen Kosmos
Warum hängt die Erschaffung des materiellen Kosmos mit dem Geisterfall zusammen? (jl.ev11.017,21 ff.)
Warum mußten die Seelen der Rebellen in ihre Einzelteile, die in Materie gebannt wurden, aufgelöst werden? (jl.ev11.017,24 ff.)
Seelenrückführung und Satans Reaktion darauf
Warum und wie verhindert Satan, daß die aus Materie befreiten Seelenteile als Mensch wieder zu Gott zurückfinden? (jl.ev11.017,27 ff.) Zusammenhang der Menschwerdung Gottes mit dem Geisterfall
Warum läßt Gott Satans Gegenwirken zu und wozu kam er selbst in einem materiellen Leib als Jesus auf die Erde? (jl.ev11.017,29 ff.)
Warum ist es wichtig, über die Urschöpfung und den Abfall Luzifers wahrheitsgemäß Bescheid zu wissen?

Über den Fall Luzifers - des größten Lichtgeistes - und seines großen Anhangs wird berichtet, daß "eine übergroße Menge der Urgeister ... vom gebotenen und wohlgezeigten Ordnungswege Gottes abwichen und den Weg ihres höchst eigenen Verderbens betraten". (jl.ev02.231)
In der Neuoffenbarung wird mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß das Heilsgeschehen, der Rettungsplan Gottes und der Sinn des menschlichen Lebens nicht zu verstehen sei, wenn nicht klarwerde, wer Luzifer sei. "Erst bei rechter Klarstellung dieser wichtigen Frage ist es möglich, die Schöpfung, Mein Darniederkommen, Mein Leiden und Sterben richtig aufzufassen."

Welche Motive bewegten Gott, Luzifer als erstes Geistwesen zu schaffen?
"So höre denn die Welt, völlig entkleidet jeden Bildes, das große Geheimnis Meines Schöpfungs- und Erlösungsplanes.
Als die Gottheit sich durch Vorgänge, die euch stets geheimnisvoll bleiben werden, gefunden und in sich den schaffenden und alles umfassenden Weltengeist erkannt hatte, da entstand in ihr ein mächtiges Wogen und Drängen, und sie sprach in sich: 'Ich will Meine Ideen aus Mir heraus stellen, damit Ich an diesen erschaue, was Meine Kräfte vermögen!'
Denn solange keine Tätigkeit entsteht, kann die Gottheit sich selbst nur in geringem Maße erkennen. Erst an ihren Werken erkennt sie ihre Macht immer mehr und freut sich daran (gleichwie jeder Meister an seinen Produkten erst erkennt was in ihm ruht und seine Freude daran hat).

Sie wollte also schaffen und sagte sich weiter: 'In Mir ruht alle Kraft der Ewigkeiten; also schaffen Wir ein Wesen, das ausgerüstet sei mit aller Kraft gleich Mir Selbst, jedoch so, daß es in sich trage die Eigenschaften, an denen Ich Mich Selbst erkennen kann!'
Und es ward ein Geist erschaffen, der ausgerüstet wurde mit aller Kraft aus Mir, Meine in Mir ruhenden Kräfte beschaulich der Gottheit vorzuführen." (jl.ev11.017,04 ff.)
Warum bekam Luzifer den Namen 'Lichtträger'? Welche Fähigkeiten und Macht bekam er?
"Wenn Ich euch nun sage, daß dieser erstgeschaffene Geist 'Luzifer' (d. h. Gott-Wesen-goldenes-Licht) hieß, so werdet ihr jetzt auch begreifen, warum er so und nicht anders hieß. Er trug in sich das Licht der Erkenntnis und konnte als erstes Geistwesen die Grenzen der innergeistigen Polaritäten recht wohl erkennen.

Er, ausgerüstet mit Meiner völligen Macht rief nun andere Wesen ins Leben, die völlig ihm ähnlich waren, auch die Gottheit in sich empfanden und dasselbe Licht der Erkenntnis in sich erbrennen sahen wie er, ebenfalls selbstschöperisch auftrat und ausgerüstet wurden mit aller Kraft Meines Geistes." (jl.ev11.017,12)
Welche Motive und Irrtümer führten zu Luzifers Rebellion gegen Gott?
"Luzifer, wohl wissend, daß er in sich den Gegenpol Gottes vorstellen sollte, vermeinte nun zu ermöglichen, die Gottheit gewissermaßen in sich aufsaugen zu können, und verfiel in den Irrtum, als geschaffenes und damit endliches Wesen die Unendlichkeit in sich aufnehmen zu können; denn auch hier galt das Gesetz:
'Niemand kann Gott (die Unendlichkeit) sehen und dabei das Leben behalten.' Demzufolge konnte er das Wesen der Gottheit wohl empfinden, ihre Befehle, solange er im gerechten Mittelpunkte stand, hören, niemals aber sie persönlich sehen.

Wie nun das endliche Wesen niemals die Unendlichkeit begreifen kann und wird und daher in diesem Punkte stets leicht in Irrtümer verfallen und bei absteigender Bewegung in diesen verharren kann, so versank trotz aller Warnungen Luzifer dennoch in den Wahn, die Gottheit aufnehmen und gefangen nehmen zu können. Damit verließ er den gerechten Standpunkt, entfernte sich aus dem Mittelpunkte Meines Herzens und verfiel stets mehr und mehr in den falschen Wunsch, seine Geschöpfe, die durch ihn, aber aus Mir entstanden waren, um sich zu versammeln, um die mit Wesen aller Art bevölkerten Räume zu beherrschen. (jl.ev11.017,14 ff.)


Originaltexte zu Satanas Fähigkeiten, Macht und Wissen:
zu 1) Die Bestimmung für Satanas (d.h.Fürst der Welt erstes Wesen) erstes Geistwesen war unvorstellbar groß, jedoch er versagte dabei: a »Da dieser Geist (Satana) eine so endlos große Bestimmung hatte, ein zweiter Gott neben Mir zu sein, so mußte er auch eine seiner Bestimmung entsprechende Freiheitsprobe bestehen, welche er aber eben ... nicht bestanden hat, weil er sich über die Gottheit erheben und diese sich unterwürfig machen wollte.« {a jl.erde.056,03}

zu 2) Satan sollte sich als Schöpfer weiterer Geistwesen betätigen: a »Da Satan aber gleich dem Adam ein Urvater der ferneren Menschen für die Ewigkeit hätte werden sollen, so trug er auch gleich einem Samenkorn zahllose Äonen von künftigen Menschen in sich ... b Und es sind aus diesem Geiste dann auch zahllose Geister hervor gegangen.« {a jl.rbl2.153,05; b jl.hag3.026,17}

Gott hatte mit Satanas Anlagen Großes vor: a »Die Gottheit hätte in sein Wesen ihre ewigen Ideen ohne Zahl hineingezeugt, daß sie reif geworden wären in seinem konzentrierten Lichte, und es wäre dadurch eine Wesenschöpfung aus dem Lichte dieses Geistes in höchster Klarheit hervor gegangen, und die ganze Unendlichkeit wäre fort und fort aus eben diesem Lichte stets mehr und mehr bevölkert worden; denn im unendlichen Raume hätte auch Unendliches Platz, und Ewigkeiten würden nie diesen Raum so erfüllen können, daß in ihm irgend einmal ein Wesengedränge werden könnte.« {a jl.erde.056,02d}


Jakob Lorber: 'Die Erde'
56. Kapitel: Wesen und Namen Satanas (27. März 1847)
01] Ihr werdet schon öfter gehört und gelesen haben und hört und lest es noch, wie eben dieser böse Geist unter allerlei Namen vorkommt - und neben ihm noch eine Menge Gesellen gleichen Gelichters, die man 'Teufel' nennt. Ich will bei dieser Gelegenheit eine genaue Erklärung geben, woher und warum der erzböse Geist alle die verschiedenen Namen bekommen hat und wer so ganz eigentlich die Teufel sind.
02] 'Satana', 'Satan', 'Leviathan', 'Beelzebub', 'Gog', 'Magog', die 'Schlange', der 'Drache', das 'Tier des Abgrundes', 'Luzifer' u. dergl. noch einige Namen mehr sind es, welche ihn angeben und ihn verschiedenartig bezeichnen.

'Luzifer' oder 'Lichtträger' war sein ursprünglicher, eigenschaftlicher Name. 'Satanas' war soviel als der Gegenpol gegen die Gottheit. Als Satanas war dieser Geist von Gott aus wirklich also gestellt gegen die Gottheit, wie das Weib gestellt ist gegen den Mann.
Die Gottheit hätte in sein Wesen ihre ewigen Ideen ohne Zahl hinein gezeugt, daß sie reif geworden wären in seinem konzentrierten Lichte, und es wäre dadurch eine Wesenschöpfung aus dem Lichte dieses Geistes in höchster Klarheit hervorgegangen, und die ganze Unendlichkeit wäre fort und fort aus eben diesem Lichte stets mehr und mehr bevölkert worden; denn im unendlichen Raume hätte auch Unendliches Platz, und Ewigkeiten würden nie diesen Raum so erfüllen können, daß in ihm irgend einmal ein Wesengedränge werden könnte.
03] Aber wie ihr wisset: da dieser Geist eine so endlos große Bestimmung hatte, ein zweiter Gott neben Mir zu sein, so mußte er auch eine seiner Bestimmung entsprechende Freiheitsprobe bestehen, welche er aber eben auch, wie ihr wisset, nicht bestanden hat, weil er sich über die Gottheit erheben und diese sich unterwürfig machen wollte.

04] Ein Rangstreit also war das erste, was eben dieser Geist gegen die Gottheit verbrochen hatte. Da er aber die Gottheit nicht dahin stimmen konnte, ihm den Vorrang zu erteilen und sich ihm selbst vollends unterwürfig zu machen, so erbrannte er in seinem Grimme und wollte die Gottheit förmlich vernichten, zu welcher Tat es ihm an der Kraft wirklich nicht gemangelt hätte, wenn die Gottheit nach ihrer ewigen Weisheit nicht zeitgerecht diesen Meuterer in all seinen Teilen hart gefangen hätte.

Es klingt freilich etwas rätselhaft, daß in diesem Geiste eine solche Kraft solle vorhanden gewesen sein, um der ewigen Gottheit dahin zu trotzen, daß diese seiner Kraft endlich nachgeben, sich endlich völlig gefangennehmen lassen und dadurch für alle Ewigkeiten untüchtig werden müßte, was so gut wäre als: vernichtet sein; aber die Sache wird begreiflich, wenn man bedenkt, daß die Gottheit in eben diesen Geist sozusagen ein vollkommenes zweites Ich hineingestellt hat, welches, wennschon gewisserart zeitgemäß geschaffen, aber dennoch in allen Räumen der Unendlichkeit gleich kräftig der Gottheit gegenübergestellt ward.

05] Dieser Geist, in dem die Gottheit selbst ihr Licht konzentriert hatte, war durch die ganze Unendlichkeit gleich der Gottheit ausgebreitet, daher es ihm auch wohl möglich gewesen wäre, vice versa (umgekehrt) die Gottheit allenthalben zu ergreifen und untüchtig zu machen; allein in diesem Gedanken der Selbstsucht erwachte in ihm die große Eitelkeit und das Selbstwohlgefallen an seinem Lichte und an seiner endlosen Erhabenheit und Kraft. In dieser Selbstsucht und in diesem Wohlgefallen an sich selbst vergaß er der alten, ewigen Gottheit, entbrannte in seiner Eitelkeit und festete sich selbst. Da ergriff die Gottheit in allen Teilen sein Wesen, nahm ihm alle spezifische Wesenheit, bildete daraus Weltkörper durch die ganze Unendlichkeit, umhüllte den Geist dieser endlosen Wesenseele mit den allermächtigsten Banden und band ihn in die Tiefe der Materie.

06] In dieser Stellung heißt dieser Geist dann nicht mehr 'Satanas', sondern, weil er sich gewisserart selbst emanzipiert (losgelöst) hat von der ewigen, göttlichen Ordnung, 'Satan', das ist soviel als: gleicher Pol mit der Gottheit. Ihr wisset aber, daß sich gleiche Polaritäten nie anziehen, sondern allezeit nur abstoßen. Darin liegt auch der Grund, daß dieses Wesen in allem von der Gottheit am allerentferntesten und eben am entgegengesetztesten ist; dann und dadurch auch sein Erzböses. - Nun wisset ihr, warum man diesen Geist auch 'Satan' nennt.

07] Durch den Ausdruck 'Leviathan' wollte man bloß nur seine Kraft und Macht bezeichnen, und zwar nach dem Begriffe eines einstmaligen Meerungeheuers, das wohl das größte, kräftigste und unverwüstlichste Tier der ganzen Erde war. Seine Größe war wie die eines Landes, seine Gestalt wie die eines Riesendrachen, der solche Kraft besaß, daß er in seinen Eingeweiden ein starkes Feuer erleiden konnte, ohne einen Nachteil davon zu haben, wenn dieses Feuer nicht selten in dem gräßlichsten Flammensprühen durch seinen Rachen und durch seine Nüstern drang.

Aus eben dem Grunde wurde unser böser Geist auch nicht selten der 'Feuerdrache', auch der 'Drache des Abgrundes' genannt. Dieser also entblödete Geist - d.h. soviel als: der von all seiner Seele entbundene und lediglich in seinem geistigen reineren Wesen freilich sehr gebundene Geist - machte Miene zu verschiedenen Malen, so ihm dies oder jenes gestattet würde, sich zu bessern, was er auch allerdings hätte tun können, da er, soweit es nur tunlich war, von all seinen bösen Seelenspezifiken entblödet wurde. Also dieser entblödete Geist verlangte, daß man ihm gestatten solle, auf eine Zeitlang göttlich verehrt zu werden, und so er es einsehen würde, daß ihm diese Verehrung nicht mehr munde, da würde er völlig umkehren und ein reinster Geist werden. Das wurde ihm denn auch gestattet. Das ganze Heidentum, das nahe so alt ist als das Menschengeschlecht, gibt dafür Zeugnis; daher Sich auch der Herr ein einziges kleines Völklein auf der Erde ursprünglich ausgesucht hat; alles andere, jedoch unbeschadet der Freiheit, konnte dem Wunsche dieses Geistes gleich den Tieren ungestraft nachkommen.

08] Aus diesem Verhältnisse sind dann die verschiedenartigsten Benennungen dieses als Gott verehrten Wesens entstanden.
09] Da sich dieses Wesen aber damit nicht begnügte, sondern statt der versprochenen Besserung nur stets größere Eingriffe in die göttliche Ordnung machte, so wurde es in sehr enge Haft getrieben. Da es sich aber schon in solcher Zeit eine Menge gleichgesinnter Geister aus dem menschlichen Geschlechte herangebildet hatte, so wirkte es dann durch diese seine Engel; denn Diabolus oder Teufel ist nichts anderes als ein in der Schule des Satans berangewachsener und ausgebildeter Geist.

10] Das muß nicht etwa also verstanden werden, als wären solche Geister wirklich in einer Schule des Satans gebildet worden, sondern sie bildeten sich selbst zufolge jener Spezifika, die sie aus den Banden dieses Geistes in sich aufgenommen haben. Diese Geister, weil sie ebenfalls Grundböses in sich haben, heißen zwar 'Teufel', soviel als 'Schüler des Satans', unterscheiden sich aber dennoch gewaltig von ihm; denn bei ihnen ist nur das Seelische homogen (gleichartig) mit dem bösen Geiste, aber ihr Geist ist, obschon hart gefangen, dennoch rein, während der Geist des Satans das eigentliche Böse ist. Daher wird und kann es geschehen, daß alle Teufel noch gerettet werden, bevor der Satan in sich selbst die große Reise zu seinem ewigen Sturze zu unternehmen genötigt wird.
11] Nun wißt ihr, welcher Natur so ganz eigentlich Satan und Teufel ist. Nächstens daher zur kräftigeren Beleuchtung in dieser Sache mehrere Denkwürdigkeiten.


5694 Wesenheit Gottes .... Kraft
Eine «Kraft» als Wesenheit anzusprechen ist für euch Menschen unbegreiflich, weil ihr als selbst Wesenheit jegliche Kraft unter euren Willen stellen zu können glaubt, sowie ihr selbst Erzeuger der Kraft seid. Und ebenso sehet ihr die Elementarkräfte in der Natur, so ihr gläubig seid, als unter dem Willen Gottes stehend an, Der die Kraft lenket Seinem Willen gemäß. Und also ist für euch eine göttliche Wesenheit wahrscheinlich, oder auch .... Gott, so ihr an Ihn glaubt, ist für euch als ein Wesen denkbar .... Er ist euch als Wesen eher vorstellbar als nur als Kraft; doch von einem Wesen machet ihr selbst euch eine Form nach euren Begriffen, die sich an eure eigene Form angleichet.

Und diese Vorstellung ist irrig, weil etwas Vollkommenes niemals in einer Begrenzung zu denken ist .... Alles, was euch vorstellbar ist, hat noch nicht den Grad der Vollkommenheit erreicht, andernfalls es über euer Vorstellungsvermögen hinausgeht ....
Ihr müsset euch als selbst noch unvollkommene Wesen erkennen, denen es noch unmöglich ist, Vollkommenes zu fassen; ihr müsset wissen, daß eine Begrenzung nur für das noch «Unvollkommene» gilt, während das Vollkommene «unbegrenzt» ist .... und ihr werdet dann auch verstehen, daß es für euch ganz unmöglich ist, das vollkommenste, unübertrefflichste Wesen euch vorstellen zu können, Dem ihr unmöglich eine Form geben könnet, die eurem «begrenzten» Begriffsvermögen entspricht ....

Für Unbegrenztes, Vollkommenes habt ihr Menschen noch keinen Maßstab, ja selbst die Wesen des Lichtes erfassen nicht völlig das Wesen Gottes, weil Seine Vollkommenheit für kein Wesen erreichbar ist, weil nur in der Verschmelzung mit Ihm ihr eigenes Wesen völlig vergöttlicht werden kann, dennoch Gott noch unendlich weit «über» dem Einzelwesen steht .... weil diese Einzelwesen wohl völlig durchstrahlt werden können von Seiner Ursubstanz, von Liebekraft, Er Selbst aber immer der Liebekraft«quell» ist und bleibt, Der sich verströmet in die Unendlichkeit.

Er Selbst «ist» Liebe .... Kraft und Licht. Und Liebe, Kraft und Licht brauchen keine Form, um wirksam sein zu können, weil diese Form wieder nur die Unendlichkeit sein könnte, die erfüllt ist von Ihm, d.h. von Liebekraft und Licht ....
Wie aber ein endlos großes Feuer in endlose kleine Funken sich versprühen kann und doch der Funke in sich Feuer bleibt, so waren die von Ihm ausströmenden Liebefunken doch das gleiche wie Er Selbst in Miniatur .... es waren Wesenheiten, die ein Abbild waren von Ihm Selbst, die in ihrer Ursubstanz das gleiche waren wie ihr Schöpfer von Ewigkeit, die aber nur sich selbst und Gleiches erschauen konnten, niemals aber fähig waren, die unendliche Wesenheit Gottes zu schauen, die wohl um Ihn wußten und Ihn erkannten als Gott und Schöpfer.

Und es war ein völlig von Seiner Liebekraft durchstrahltes Wesen in einem gewissen Reifegrad so verschmolzen mit Ihm, daß es auch zu unbegrenztem Schaffen und Wirken fähig war, daß es das gleiche vollbringen konnte wie Gott, da die göttliche Schöpferkraft Liebe ist und ein von der Liebe erfülltes Wesen also auch erschaffen und gestalten kann nach seinem Willen, der nun aber auch Gottes Wille ist ....
Das erstgeschaffene Wesen, Luzifer, war so völlig durchstrahlt von der Liebekraft Gottes, daß es nun als Licht- und Kraftträger selbst tätig war und Wesen schuf in großer Zahl, die alle in höchster Vollkommenheit hervorgingen, weil Gottes Wille und Gottes Liebe auch der Wille und die Liebe Luzifers waren und also nur Vollkommenes das Ergebnis dieses Liebewillens sein konnte. Doch es war dieses vollkommen «geschaffen» worden, was so viel bedeutet, als daß der freie Wille dessen noch nicht erprobt war, ob es vollkommen «bleiben» wollte oder von dem Grad der Vollkommenheit herunter steigen würde, wenn ihm auch dazu Gelegenheit geboten wurde ....

Diese Willensprobe mußte abgelegt werden auch von dem erstgeschaffenen Wesen, von Luzifer, weil das Bestehen dieser Probe erst den «höchsten» Grad der Vollkommenheit bedeutete, weil dann erst eine Vergöttlichung des Wesens stattfand, die Gott allem Geschaffenen zum Ziel setzte.
Luzifer versagte in dieser Willensprobe und mit ihm ein großer Anhang .... Doch zahllose Wesen bestanden sie und blieben bei Gott, Den sie erkannten und über alle Maßen liebten, wenngleich auch sie Ihn nicht zu schauen vermochten. Es stand dieses Wesenhafte aber immer noch isoliert, also außerhalb Gottes, Der es wohl mit Seiner Liebekraft durchstrahlte, doch zur völligen Verschmelzung mit Ihm eine nicht leicht zu erfüllende Bedingung stellte: Freiwilliges Hinabsteigen zur Tiefe und aus dieser einen Weg bahnend zur Höhe, der von allen gefallenen Wesen begangen werden konnte .... ein Sich-Entäußern der göttlichen Eigenschaften, Hingabe von Licht und Kraft, den Zeichen der Göttlichkeit, um nun aus der Tiefe im freien Willen die Verbindung mit Gott herzustellen, die hergestellt werden muß, um wieder zu Ihm zu gelangen ....

Ein Wesen des Lichtes mußte dem Gefallenen den Weg bahnen, doch das Wesen mußte sich selbst des Lichtes begeben, um auf «gleicher» Stufe zu stehen wie das «Gefallene», und dann zur Höhe streben.
Also zeugte sich ein solches Lichtwesen ein im Menschen Jesus, denn das Lichtwesen war von der Liebe zu Gott und zu dem Gefallenen erfüllt, wie Es aber auch von der Liebe Gottes durchstrahlt war, also die «Liebe» sich einzeugte im Menschen Jesus, um das Gefallene zu erlösen ....

__Wie auch euch Menschen dieser Vorgang erklärt wird, ihr werdet es nie recht fassen können, weil euch der Begriff "Liebe" noch nicht verständlich ist, weil ihr nicht verstehen könnet, daß die Liebe Selbst etwas Wesenhaftes ist, daß von Gott Selbst stets gesprochen wird, so das Wort "Liebe" fällt .... Daß Gott Selbst zur Erde niederstieg, als sich die «Liebe» des Gefallenen erbarmte .... daß nur die Ewige Liebe durch ein aus Seiner Liebe hervorgegangenes Wesen Sich äußerte, daß Gott Selbst in dem Lichtwesen als Seele den Körper des Menschen Jesus bezog, daß Er aus der Höhe herabstieg zur Erde, um nun als Mensch den Weg voran zugehen, auf dem alle Wesen der Tiefe Ihm folgen konnten, um wieder zum Licht und zur Seligkeit zu gelangen .... __Amen


Luzifer 2
Warum aber ist Gott Mensch geworden? – Der erste Hauptgrund Seiner Menschwerdung war es, zwischen Sich und Seinen Geschöpfen ein volles Vater-Kind-Verhältnis herzustellen, denn zu einem solchen Verhältnis gehört es, daß der Vater sichtbar unter seinen Kindern weilen kann. (4.GEJ 255,3-4)

Gott war für die geschaffenen Geister, die Er einst aus sich herausstellte, unsichtbar. Sie konnten Ihn wohl hören und empfinden, aber nicht sehen. Jesus sagt: „Nur ein Erstes kann ein Erstes sehen, ein Zweites nur ein Zweites - und das Zweite ein Erstes nur dann, wenn das Erste die Gestalt eines Zweiten angenommen hat. So könntet ihr Mich als ein rein göttliches Wesen nie sehen. Da Ich aber ein Zweites, Geschöpfliches angenommen habe, so könnet ihr Mich sehen insoweit Ich ein vollkommenes, bleibendes Zweites aus Mir Selbst geworden bin.“ (2.RB 292,5-6)

Nach dem Fall Luzifers wurden den treu Gebliebenen die Augen geöffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe. Da sprach die ewige Liebe: „Der erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!“ (1.HG 5,15-19)
Das Gotteszentrum oder die ewige Liebe wurde den Geistern aber nun nicht wie ein Wesen ihresgleichen schaubar, sondern zunächst als eine Sonne. (11.GEJ 75,10) Diese geistige Sonne war in ihrer Sichtbarkeit aber nicht unmittelbar Gott Selbst, sondern nur das Auswirkende Seiner Liebe und Weisheit, aber Er wohnte in dieser Sonne. (6.GEJ 88,3)

Jesus sagt: „Es ward wohl Moses gesagt, als er verlangte, Jechawes Angesicht zu schauen: ‘Gott (der ein verzehrendes Feuer ist, 8.GEJ 57,15) kann niemand sehen und dabei erhalten sein Leben’ das heißt das Leben des Leibes. Damals aber war nur von Gottes ewigem Geiste die Rede, indem Gott in jener Zeit noch kein Fleisch angenommen hatte, weil dazu die Zeit nach Seiner ewigen Ordnung noch nicht da war.“ (9.GEJ 85,3)

Und doch kam der himmlische Vater sichtbar als der hohe Abedam und als Asmahael zu den Urvätern der Menschheit und belehrte sie. Auch nach der großen Flut hat sich der Herr als Melchisedek den Menschen persönlich gezeigt und hat mit ihnen gesprochen. Wenn zu jener Zeit selbst die allerreinsten Engelsgeister das Gotteszentrum nie anders sehen konnten, als wie wir die Sonne am Firmamente, wieso hat Er sich dann den Menschen persönlich zeigen können? (2.GS 13,5-7)

Jesus erklärt uns im „großen Evangelium“, auf welche Weise das möglich war und sagt: „Ich war für kein geschaffenes Wesen ein schau- und begreifbarer Gott, auch nicht für einen vollkommensten Engel. So Ich Mich jemandem, wie dem Abraham, Isaak und Jakob, gewisserart beschaulich machen wollte, so geschah das dadurch, daß Ich einen Engel besonders mit dem Geiste Meines Willens erfüllte, daß er dann auf gewisse Momente Meine Persönlichkeit darstellte.“ (8.GEJ 57,14) Es konnte damals also niemand Gott unmittelbar schauen, sondern Gott war nur das, was da durch den Geschauten sprach und wirkte. (1.HG 151,29)

Erst mit der Menschwerdung Gottes in Jesus ging die Verheißung der ewigen Liebe an die treu Gebliebenen, daß Er unter ihnen sein werde, vollumfänglich in Erfüllung. Jesus sagt: „Nun aber hat nach der Weissagung der Propheten Jechawe das Fleisch der Menschen dieser Erde angenommen und dadurch zwischen Sich als dem urewigen Geiste und den Menschen eine Schutzwand gestellt, auf daß sie unbeschadet ihres Lebens Ihn sehen, berühren, hören und sprechen können, und es hat sich da niemand zu fürchten, daß er durch Meine sichtbare Gegenwart irgend vernichtet werde.“ (9.GEJ 85,4)

„Das verzehrende Feuer ist nun in Mir bedeckt und gedämpft durch diesen Meinen Leib, und es heißt nun nicht mehr: ‚Gott kann niemand schauen und leben!‘, sondern: ‚Von nun an wird ein jeder Engel und Mensch Gott schauen und leben können; und wer nicht Gott schauen wird, der wird ein sehr elendes und gerichtetes Leben haben!“ (8.GEJ 57,15) Nun ist uns das Urwesen Gottes, das kein Geschaffener direkt schauen und dem sich niemand nahen konnte, (1.HG 151,26) nicht mehr unbegreiflich und unschaubar, sondern ein Mensch wie wir, den wir sehen, dem wir uns nahen und mit dem wir wie mit einem Bruder reden können.
(10.GEJ 207,11)

Der zweite Hauptgrund, warum Gott Mensch wurde, war die Erlösung der gefallenen Schöpfung, die kein Mensch mehr hätte vollbringen können, weil die Hölle zu mächtig geworden war. „Da die Hölle ihre Gewalt über die ganze Erde ausübte“, sagt Jesus, „war es nun an der Zeit, daß Ich Selbst in die Materie herab kommen mußte, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit aller Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der sich selbst geschaffenen Hölle einen Damm zu setzen, den sie nimmerdar also durchbrechen wird, wie es bis jetzt der Fall war. Ich, der Allerheiligste, mußte Mich mit der Unheiligkeit der menschlichen oder geschöpflichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle, wegen ihrer Besiegung, als ein starker Held nahen zu können.“ (6.GEJ 240,2-3)

Nun stellt sich die Frage, auf welche Weise Gott denn nun Mensch geworden ist? War Gott in dem Menschen Jesus so vorherrschend, daß Er die Schwere des Erdenlebens mit Leichtigkeit ertragen konnte? - Jesus sagt durch Gottfried Mayerhofer: „Ich als Gott wollte Meinen Geistern durch Meine Menschwerdung und das als Mensch erlebte Schicksal das größte Beispiel der Demütigung geben, wie Ich es auch wirklich getan habe. Nun frage Ich euch, wäre das ein Beispiel der Demütigung gewesen, wenn Ich als Gott auf der Erde gelebt, gewirkt und gelitten hätte? Gewiß nicht!

Denn als Gott wäre es in meiner Macht gestanden, entweder alle Leiden zu vermeiden, oder wenn Ich wollte, mit einer Fühllosigkeit auch die größten Schmerzen zu ertragen. Wo wäre dann das Beispiel der Aufopferung und der Demut geblieben? Ich mußte also, als Ich auf diese Welt kam, ganz Mensch sein, und deswegen als Selbst-Mensch auch seine Leidenschaften und Gebrechen, die Ich wohlweislich in ihn gelegt habe, ebenfalls mit leiden, selbe bekämpfen, und wie Ich es auch von den Menschen verlange, selbe auch besiegen.“ (Be. Fe. Dr. Seite 19)

Jesus war also nicht ausschließlich Gott, sondern auch ganz Mensch wie wir, denn sonst wäre Seine Menschwerdung ohne alle Wirkung geblieben. Er wollte ja einen Weg zeigen und vorangehen, so daß Ihm alle nachfolgen konnten, und dazu mußte Er ganz Mensch sein, ohne göttliche Vorteile, denn diese mußte Er sich erst erringen. „Es heißt in der Schrift: ‘Und Er nahm zu an Gnade und Weisheit vor Gott und den Menschen und blieb untertänig und gehorsam Seinen Eltern‘, (Luk. 2,51-52) bis da Er Sein Lehramt antrat.
Frage: Wie konnte Jesus denn, als das alleinig ewige Gottwesen, an Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen zunehmen, da Er doch Gott von Ewigkeit war? Und wie namentlich vor den Menschen, da Er doch von Ewigkeit das endlos allervollkommenste Wesen war?

Gott hat zuerst drei Geister geschaffen, von denen der Oberste, Luzifer, der dem Lichte entsprach, von Gott abfiel. War der Mensch Jesus, wie manche meinen, der zweite der drei Geister, der dann mit dem Vatergeist von Ewigkeit verschmolzen worden wäre? Das kommt in Kundgaben, die den Anspruch erheben, vom himmlischen Vater durchgegeben worden zu sein, zum Ausdruck. Da heißt es: „Was aber wirkte, das war Sein (Gottes) Geist, der ewig unerforschte Liebegeist, ...der Sich im Erschaffen unzähliger Geistwesen zum Ausdruck brachte. Ein solches geschaffenes Wesen war auch ich (Jesus), ein Kind Gottes, dem alle Herrlichkeit Seiner Liebe erschlossen war, das sich aber auch im freien Willen zu Ihm bekannte, als das Heer urgeschaffener Geister sich auflehnte wider Ihn im Bewußtsein der Kraftfülle, die es überheblich werden ließ und zu Fall brachte.“ (JCH Nr. 5148 - 10.6.51)


8878 Erklärung des Erschaffungsaktes .... Über den Willen der Wesen
Es ist wohl ein scheinbarer Widerspruch, den ihr zu entdecken glaubet, doch sowie ihr Meine Belehrungen darüber entgegen nehmet, werdet ihr es richtig verstehen ....
Alle Wesen sind aus Meiner Kraft hervor gegangen, die Meinem erst-geschaffenen Geist zuströmte in aller Fülle.
Dieser Kraft konnte er sich so lange nicht verschließen, bis sein Absturz von Mir restlos vollzogen war .... Die Kraft ging ihm so lange zu, wie er sie nutzen wollte zum Erstehen neuer Wesen, und alle diese Wesen waren von Meiner Liebekraft durchstrahlt, so daß sie also vollkommen waren und auch vollkommen sein mußten, denn es mangelte ihnen nichts, weder Licht noch Kraft, und zudem konnte nichts Mangelhaftes aus Mir hervor gehen, weil bis zum Abfall Luzifers ihm Meine Liebekraft zur Verfügung stand, denn so lange war auch der Erschaffungsakt für ihn ein Akt größter Beseligung ....

Und erst als er sich völlig von Mir abwendete, hörte seine Schaffenskraft auf. Er ersah in der endlosen Schar der erschaffenen Wesen die Beweise seiner Macht und er wies die weitere Zufuhr von Liebekraft zurück .... Der Abfall aber erstreckte sich auf Ewigkeiten ....
Und in dieser Zeit wandelte er langsam seinen Willen, der zuletzt «gegen» Mich gerichtet war. Und da die Wesen erstanden waren aus seinem Willen unter Nutzung der Kraft aus Mir, hatte wohl jedes Wesen etwas von seinem Willen in sich, doch da jeder Erschaffungsakt ihn in Seligkeit versetzte .... weil er dabei von Meiner ungemessenen Liebekraft durchstrahlt war .... so gab er auch im Moment der Erschaffung seinen geheimen Widerstand, also seinen Willen, auf und gab sich voll und ganz Meiner Liebekraft hin.

So ist das Wesen wohl gezeugt worden aus seinem Willen, der nun das Wesen auch zu beeinflussen suchte, seinen Gott-abgewandten Willen anzunehmen. Doch da es nun aber auch Mein Produkt gewesen ist, gab Ich allen Wesen das Selbstbestimmungsrecht, als es sich entscheiden sollte für oder wider ihn .... Denn Mein Liebelicht durchstrahlte jedes Wesen mit solcher Helligkeit, daß es auch seinen Erzeuger erkannte, daß es also nicht zu fallen brauchte, sondern sich ebenso Mir zuwenden konnte, selbst wenn Ich ihm nicht schaubar war ....
Wenn es also heißt: Luzifer legte seinen Willen in das Wesen, so ist darunter nicht zu verstehen, daß er die Wesen «bestimmen» konnte zum Abfall, denn darüber mußte ein jedes Wesen selbst entscheiden. Denn es hatte genau wie sein Erzeuger «Willensfreiheit», und es «mußte» nicht genau so «denken» wie jener.
Darum leuchtete ihm das Licht in aller Fülle. Unvollkommen wurde es erst dann, als es dieses Licht nicht nützte, als es «wider bessere Erkenntnis» bei seinem «Willen» blieb, der also das Wesen unvollkommen werden ließ, denn uranfänglich war es als höchst vollkommen ausgestrahlt worden .... was allein schon daraus hervorging, daß auch Wesen abgefallen sind von Mir, die zu den ersten gehörten, die unser beider Liebewille entstehen ließ ....
Denn auch ihr Wille war frei, und sie konnten sich ihren Herrn wählen ....
Der Abfall der Geister erstreckte sich über endlos lange Zeiten, also hatte sich der Wille Luzifers in diesen Zeiten immer und immer wieder gewandelt, er stand bald zu Mir und bald gegen Mich .... wie es ihn nach dem Empfang Meiner Liebekraft trieb ....
Und ebenso waren auch die erschaffenen Wesen, bald gehörte ihr Wille Mir und bald wieder ihm, doch von einer Unvollkommenheit konnte erst dann gesprochen werden, als ihr Abfall klar ersichtlich war, als sie sich für ihren Herrn entschieden hatten, der für sie in höchster Lichtfülle erstrahlte. Jeder Erschaffungsakt war ein Liebekraft-Austausch, der den Lichtträger beseligte und daher auch nur Vollkommenes hervorbringen konnte.
Die Willensfreiheit aber war ein göttliches Geschenk, also brauchte sie nicht zum Fall zu führen, sondern in der rechten Weise angewandt, konnte sie dem Wesen eine unermeßliche Seligkeit eintragen .... Und so war auch ein jedes Wesen befähigt, seinem Willen die rechte Richtung zu geben, und es hatte auch die Kraft dazu, eben weil es in seiner Lichtfülle erkannte, wohin Luzifer steuerte ....

Daß es «ihm» gefolgt ist zur Tiefe, lag also nicht an seiner angeblichen "Mangelhaftigkeit", die es von seinem Erzeuger also "mitbekam", sondern es war sein eigener Wille, der, trotz dem hellen Erkenntnislicht, ihm zur Tiefe folgte .... Es war also keineswegs von seiten Luzifers vorbelastet mit einem Willen, der sich Gott schon entgegenwandte, bevor ihm das Selbstbestimmungsrecht gegeben wurde .... Denn es war, wie alles aus Mir Hervorgegangene, in höchster Vollkommenheit stehend .... Ich Selbst kann Mir also nicht widersprechen, es ist die lauterste Wahrheit, die Meine Offenbarungen in sich bergen.

Was also dazu im Widerspruch steht, trägt nicht Meinen Geist in sich, und dafür gibt es folgende Erklärung: einmal das Bemühen Meines Gegners, euren Geist zu verwirren, was ihm dann gelingt, wenn die Bindung mit Mir nicht tief genug ist, wenn ihr selbst durch euer eigenes Denken ihm dazu Gelegenheit gebt, die Begriffe zu verwirren, und zum anderen Mal standet ihr noch nicht in einem Kontakt zu Mir, der Mein Einwirken in euch zuläßt .... daß Ich euch schützen konnte vor dem Wirken unreifer Geister, die sich immer wieder einfinden, wenn ein Mensch das Licht sucht und er dieses Licht zu verlöschen trachtet.
Je ernster ein Empfänger Meines Liebelichtes Mir zudrängt, desto sicherer tönet ihm Mein Wort, das dann aber auch rein und lauter ist und jeder Ungeist abgewehrt wird, der einen Lichtträger bedrängen will. Je mehr der Wille und das Verlangen nach reiner Wahrheit Meinen Lichtträgern innewohnt, desto mehr kann er auch von der Wahrheit des ihm Gebotenen überzeugt sein. Darum will Ich auch, daß du alle Schriften prüfest, denn immer wieder will Mein Gegner eine Unsicherheit im Menschen erwecken, er will, daß ihr zweifelt an der Wahrheit dessen, was Ich Selbst euch künde .... Ihr aber sollet Mir euren Glauben beweisen, ihr sollet euch nicht durch sein Wirken von der Wahrheit Meines Wortes abbringen lassen, denn Ich werde immer euren Geist erleuchten, daß ihr es erkennet, ob und wann er sich eingedrängt hat, um Mein Wirken zu entkräften ...__Amen

7399 Anlaß der gesamten Schöpfung .... Luzifers Fall
Im Anfang waret ihr freie, licht- und kraftvolle Wesen, die in ungeahnter Seligkeit schaffen und wirken konnten und dies auch taten nach Meinem Willen. Im Anfang waret ihr göttliche Ebenbilder, geschaffen in aller Vollkommenheit, die euch eben als Gott-gleiche Wesen kennzeichnete und euch höchste Seligkeit bereitete.
Es war aber dieser Zustand nicht euer eigenes Verdienst, sondern durch die Erschaffung bedingt, weil aus Mir nichts Unvollkommenes hervorgehen konnte und jedes geschaffene Wesen dem Urwesen entsprach, Das es hinausgestellt hatte in das All ....

Ich war der Schöpfer aller dieser Wesenheiten, und so konnten also die Geschöpfe nur höchst vollkommen-gestaltete Wesen sein, die Meinem Urwesen entsprachen. Aber Mir genügte diese Erschaffung nicht, Mir genügten nicht die Wesen, die also sein «mußten», wie Ich sie geschaffen hatte, sondern Ich wollte Wesen haben um Mich, die gleich Mir gestaltet waren und diese Gestaltung selbst vollzogen hatten ....
Es klingt dies unverständlich für Menschen, die sich nicht tiefer mit dem «Anlaß» der gesamten Schöpfung befassen, die noch nicht nachgedacht haben, was dem ganzen Erschaffungsakt zugrunde lag .... Und es ist dies auch nur verständlich für Menschen, die geistig geweckt sind, denen daher auch alle Zusammenhänge erklärt werden können ....

Ein vollkommen «erschaffenes» Wesen konnte nicht anders als gut handeln, solange es nur in Meinem Willen tätig ist, also seine Gedanken von Mir empfängt und es diese so verarbeiten mußte, wie es «Mein» Wille ist. Ein solches Wesen ist und bleibt aber nur ein "Geschöpf" von Mir .... das Mir trotz seiner Vollkommenheit nicht genügte. Ich hatte aber alle Wesen mit einem «freien» Willen ausgestattet, weil ein solcher unbedingt auch zur Vollkommenheit eines Wesens gehört.
Und dieser freie Wille nun sollte Mir das Werk vollenden helfen, das Ich begonnen hatte, das aber von dem Wesen selbst weitergeführt werden mußte, um aus den "Geschöpfen" "Kinder" werden zu lassen, die mit Mir und neben Mir schaffen und wirken sollten in höchster Glückseligkeit.

Dem freien Willen waren keine Grenzen gesetzt, weder nach oben noch nach unten .... Und dieser freie Wille sollte sich nun bewähren, es sollte das Geschöpf, das abfallen «konnte» von Mir, bei Mir im freien Willen verbleiben und somit seine Göttlichkeit unter Beweis stellen .... Es konnten dies die Wesen, weil sie im hellsten Licht standen und Mich als ihren Gott und Schöpfer wohl erkannten ....

Aber es stand noch ein anderes Ziel vor ihren Augen .... ein Ziel, das sie «erschauen» konnten im Gegensatz zu Mir, Der Ich ihnen ein unschaubarer Gott war und Den auch sie schauen wollten ....
Der schaubare Engelsgeist war Luzifer, das erste aus Mir hervor gegangene Schöpfungswerk, das in aller Schönheit erstrahlte und eben für die Wesen in dieser Schönheit auch schaubar blieb. Auch dieser mußte die freie Willensprobe ablegen, auch er mußte seine Göttlichkeit unter Beweis stellen, indem er seinen Willen frei aus sich heraus dem Meinen unterordnete, indem er ihn richtete in Meiner ewigen Ordnung, wie es seinem göttlichen Wesen entsprach. Aber er richtete seinen Willen verkehrt ....

Er konnte dies kraft seiner Freiheit, und Ich legte ihm keinerlei Schranken auf, als er seinen Willen abwandte von Mir und Mir Selbst zum Gegenpol wurde .... Ich hinderte ihn nicht, als er in diesem Sinne auf alle anderen Wesen einwirkte, und ließ auch ihnen vollste Freiheit, sich zu entscheiden .... für Mich oder für ihn ....
Denn dieser Entscheid erst bestimmte das Los der Wesen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen waren und die Meine Liebe zu Meinen Kindern machen wollte, was allerdings das Werk jener Wesen selbst ist und bleibt. Ich ließ also allen von Mir geschaffenen Wesen vollste Freiheit in ihrer Entscheidung, und nur ein kleiner Teil bestand diese Willensprobe und blieb bei Mir, während der größte Teil Luzifer folgte und dadurch abgrundtief gestürzt ist, Licht und Kraft und Freiheit verlor und in endlos langer Zeit diese erst wieder zurück gewinnen kann, um dann aber in höchster Glückseligkeit als "Kinder" nun bei Mir zu weilen, zu denen er sich im freien Willen selbst gestaltet hat, wie es Mein Plan war bei der Erschaffung .... und Ich daher auch nicht eher ruhe, bis Ich einmal Mein Ziel erreicht habe .... __Amen


8216 Die Umwandlung des Urgeistes zu Schöpfungen
Es soll euch Mein Wort Klarheit bringen, es soll Fragen beantworten und Probleme lösen, die ihr selbst verstandesmäßig nicht zu lösen vermögt. Ihr sollt wissend werden, wenn ihr zu wissen begehrt, ihr sollet in aller Wahrheit unterrichtet werden, denn Ich will euch Licht schenken und euren Geist erhellen, auf daß ihr nicht in der Dunkelheit dahingehet und eure Seele Schaden erleidet, denn Ich will sie erretten für alle Ewigkeit.

Meine übergroße Liebe will immer nur das Heil eurer Seelen, denn Ich sehne Mich nach eurer Rückkehr, nach dem Zusammenschluß mit euch, der die Vollendung eurer Seelen bedingt. Ihr ginget einst von Mir aus in aller Vollkommenheit, denn Ich hatte euch erschaffen als Meine Ebenbilder, als höchst vollkommene Wesen, als Miniaturen Meiner Selbst, jedoch von gleicher Beschaffenheit, weil euer Urelement Liebe war, weil ihr aus der Urliebe hervor gegangen waret, Die Sich Gefäße schuf um Sich Selbst in die Gefäße ergießen zu können .... um Liebekraft unaufhörlich ausströmen zu können, die von jenen erschaffenen Wesen aufgefangen wurde ....

Diese Wesen, Meine Ebenbilder, waren pur Liebe, sie waren die von Mir ausgeströmte Liebekraft, die sich selbst wohl gegenseitig wahrnehmen und schauen konnten, die aber nicht Mich Selbst zu schauen vermochten, aus Dem sie hervor gegangen waren, weil Ich die Urfülle der Liebekraft Selbst war und sie Diese also nicht zu schauen vermochten, ansonsten sie vergangen wären.
Denn Ich hatte sie als winzigste Fünkchen, als selbständige Wesen, hinausgestellt .... wie Ich es schon das öfteren euch erklärt habe .... doch als rein geistiger Vorgang niemals für euch Menschen auf der Erde voll verständlich sein wird.

Da diese Wesen nun aber selbständige, mit «freiem Willen» ausgestattete Geschöpfe waren und sie über viel Kraft und Licht verfügten, weil sie ständig von Meinem Liebekraftstrom durchflutet wurden, konnte Ich sie nicht hindern, daß sie ihren freien Willen mißbrauchten insofern, als daß sie sich abwandten von Mir, daß sie .... als sie vor die Willensprobe gestellt wurden, Mich als ihren Gott und Schöpfer anzuerkennen .... Mir diese Anerkennung verweigerten ....

Sie wandten sich dem zuerst von Mir erschaffenen Wesen .... Luzifer .... zu, den sie schauen konnten und der in aller Schönheit und hellstem Licht erstrahlte, und wiesen Meine Liebekraftausstrahlung zurück, was ständige Entfernung von Mir, als dem Urquell von Licht und Kraft, bedeutete .... Auch dieser Vorgang ist euch Menschen immer wieder von Mir erklärt worden, soweit er euch verständlich gemacht werden konnte .... Nun aber wisset, daß diese von Mir hinausgestellten Geschöpfe sich wohl in ihrem Wesen verkehren konnten zum Gegenteil .... daß sie aber nicht mehr vergehen konnten, sondern bestehen blieben und ewiglich bestehen bleiben ....

Die Wesen waren in ihrer Ursubstanz Liebe, also Kraft, die, laut Gesetz von Ewigkeit, wirksam sein muß .... die nicht ewiglich untätig bleiben kann. Durch die immer größer werdende Entfernung von Mir, die Folge war des Zurückweisens Meiner Liebedurchstrahlung, verhärtete sich die geistige Substanz jener von Mir erschaffenen Urwesen, und diese Wesen also wurden unfähig zum Schaffen und Wirken ....
Und so löste Ich die Urgeister auf, also die einst als «Wesen» hinausgestrahlte Kraft wandelte Ich um, und es entstand die «Schöpfung», in der die Kraft sich wieder betätigen, also wirksam werden konnte nach Meinem Willen. Und so also könnet ihr mit Recht sagen, die gesamte Schöpfung ist die durch Meinen Willen umgeformten Urgeister .... die gleiche Kraft, die Ich ausstrahlte in der Form von ichbewußten Wesen, die nun gewandelt wurden zu anderen Formen, zu Schöpfungswerken jeglicher Art ....

Jeglichem Schöpfungswerk wies Ich nun seine Bestimmung zu, und so geht nun der in Partikelchen aufgelöste Urgeist hindurch durch alle Schöpfungen und dienet Mir im Mußgesetz, es wird die Kraft tätig nach Meinem Willen, weil die Kraft urgesetzlich wirksam werden muß .... Überleget immer:
Die geistigen Urwesen waren ausgestrahlte Kraft von Mir, ob sie nun aufgelöst sind oder sich wieder zusammen schließen nach endlos langer Zeit .... das Urwesen wird nicht vergehen, sondern es kehrt unweigerlich einmal wieder zu Mir zurück, dann aber ist es wieder das «gleiche Wesen», als das es von Mir seinen Ausgang nahm .... Es ist durch alle Schöpfungen hindurchgegangen auf dem Wege der Rückkehr zu Mir, und es geht zuletzt in der Form des Menschen .... als dessen Seele .... die letzte kurze Wegstrecke, wo es wieder die Einigung mit Mir erreichen muß, wo es bewußt wieder Meine Liebeanstrahlung annehmen muß, denn die freiwillige Rückkehr zu Mir besteht darin, daß der Urgeist seine Abwehr gegen Meine Liebekraftanstrahlung aufgeben muß ....

Dann ist es wieder das Gott-gleiche Geschöpf, Mein Ebenbild .... es ist der gefallene Urgeist .... das in aller «Vollkommenheit erschaffene» Wesen, das nun aber in völlig freiem Willen wieder die Vollkommenheit erreicht hat und darum sich nun wieder mit Mir zusammenschließen kann und ewig nun mit Mir verbunden bleibt .... __Amen

7466 Veränderung geistigen Gutes
Was ihr vernehmet durch die Stimme des Geistes in euch, das könnet ihr auch als reinste Wahrheit vertreten, sowie es sich um rein geistige Vorgänge handelt, die ihr mit eurem Verstand allein nicht zu ergründen vermögt. Aber ihr müsset euch hüten, jemals eigenmächtig Veränderungen vorzunehmen an dem Geistesgut, das Ich euch direkt zuleite .... Und Veränderungen sind vorgenommen worden .... ansonsten sich keine Widersprüche ergeben würden, sondern vollste Übereinstimmung festzustellen wäre alles dessen, was durch Meinen Geist euch vermittelt wurde.

Ihr Menschen habt ein besonders großes Bedürfnis, zu ändern oder zu verbessern, und ihr könnet dadurch die Wahrheit ernstlich gefährden, wie es auch schon geschehen ist und darum auch Meine immerwährenden Neuoffenbarungen begründet sind, durch die Ich Reinheit und Klarheit wieder herstellen will, weil nur allein Wahrheit Licht ist, das die Menschen beglücken kann. Jedes noch so geringe Abweichen von der Wahrheit schafft Wirrnisse und kann sonach auch die Wahrheit gefährden, die dann zugleich mit dem erkannten Irrtum abgelehnt oder zurückgewiesen wird und der Mensch nur verliert, anstatt gewinnt.

Lasset euch das gesagt sein, daß Ich jeden mit zornigen Augen ansehe, der Mein Wort ändert und ihm dadurch einen anderen Sinn gibt, als Ich Selbst ihn hineingelegt habe. Denn es ist schwer, solche Veränderungen wieder zu bereinigen, wenn sie einmal im Denken des Menschen sich festgesetzt haben und der Mensch nun zu zweifeln beginnt, wo die Wahrheit zu finden ist ....

Denn immer werden sich dann Ansichten gegenüber stehen, und der Mensch selbst ist oft nicht fähig, eine Entscheidung zu treffen. Aber Ich lasse es nicht an Begründungen fehlen, Ich lasse es nicht bei einfachen Behauptungen bewenden, sondern Ich begründe klar und deutlichst, so daß der Mensch bei gutem Willen selbst erkennen kann und die Wahrheit vom Irrtum zu trennen vermag. Und das ist erste Bedingung: tiefes Verlangen, in der Wahrheit zu stehen .... Wer dieses Verlangen in sich hat, der wird auch sehr bald erkennen, wo sie zu finden ist, und er wird bald die Haltlosigkeit der unwahren Lehren übersehen und sich von ihnen lösen. Aber ihr müsset euch an Mich wenden mit der Bitte um innere Erleuchtung, denn der Verstand allein wird solche Probleme nicht lösen können, wozu das Wirken des Geistes erforderlich ist.
Doch dies sei euch Wahrheitssuchern gesagt, daß Ich euch nicht in der Finsternis dahingehen lasse, sondern stets ein Licht in euch entzünde, weil ihr die Wahrheit besitzen sollet, die ihr suchet, weil ihr nicht die Opfer derer werden sollet, die da glauben, Mich verbessern zu müssen und eigenmächtig hinzusetzen, was Ich nicht gesprochen habe .... Die Wahrheit setzt sich durch, sowie nur der Mensch selbst nichts anderes als in der Wahrheit zu stehen begehrt .... __Amen