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Jakob Lorber: Mitteilungen zum Leben nach dem Tod
von Gast   Mon, 5 Apr 21 um 12:07 CEST


2007-08-30 19:15 Uhr
Jakob Lorber:
Mitteilungen zum Leben nach dem Tod


GOTT zum Gruß und Jesu Christi Heil.

Ja, mit diesem so schönen und verbindenden Gruß möchte auch ich, Jakob Lorber, mein Diktat beginnen.

Es ist für mich eine sehr berührende Erfahrung, selbst einmal eine Durchgabe durch ein Medium zu übermitteln und ich habe mich gewissenhaft vorbereitet und schon lange darauf gefreut.

Wie ihr wisset oder auch nicht, liebe Geschwister im Erdenkleide, war auch ich ein medial begabter Mensch.
Ich durfte im Auftrage und direkter Verbindung mit Christus, unserem geliebten Erlöser und Retter, euch Menschen Mitteilungen über die Geistessphären und auch Hilfen für eine richtige, christliche Lebensführung übergeben.

Ich fühlte mich als Begnadeter und Werkzeug Christi zugleich und diente meinem geliebten Herrn und höchsten Inspirator intensiv und in freudvoller Ergebenheit. Ich war ein Mensch, dem durch die Gnade Christi Schauungen und Zukunftsvisionen ermöglicht wurden. Die dazu notwendigen Erklärungen und Deutungen wurden mir von Christus selbst im "Inneren Wort" gegeben.

Vieles aus diesen in Direktinspiration zur Schrift gewordenen Mitteilungen wurde von den Menschen bestaunt, oftmals nicht richtig verstanden. Denn zu unterschiedlich sind die Offenbarungen der Geistessphären in ihrer Vielfalt, zu Jenen der irdischen Welt.
Und dennoch konnten in so manchen Menschenseelen Wege zum erweiterten Verständnis der Mission Christi erschlossen werden.

Ich möchte, als ein mit der Gabe des geistigen Sehens und Hörens begabter Mensch, euch lieben Geschwistern,

Einiges über das Leben nach dem Tode mitteilen.

Und ich spreche nicht nur aus meinem spirituellen Bewusstsein heraus, sondern aus der eigenen Erfahrung, da ja auch ich diese verschiedenen Stufen der Wanderung des Menschengeistes nach dem Leibestode durchlebt habe.

Nun höret, ich darf euch diese Mitteilungen im Auftrage Christi, unseres geliebten Herrn und Erlösers, weitergeben, was der Mensch nach dem Ablegen seines irdischen Leibes in der Geistigen Welt erlebt.

Ich beschränke mich dabei auf Erlebnisse, welche die Meisten der abgeschiedenen Geister, meinen gewissenhaften Erkundigungen nach, mehr oder weniger intensiv, mehr oder weniger bewusst, mitmachen.

Wenn wir Menschen im Todesereignis die physische Leibeshülle abstreifen, zerreißt das geistige Band, das während des ganzen Erdenlebens den Erdenleib mit dem ihn formenden und ständig durchdringenden geistigen Leib, wir nennen diese geistige Formhülle Ätherleib, verbindet.
Auf Erden sich durch die Gesetze der Materie auflösend, verbleibt, wie eine abgestreifte Schlangenhaut, der physische Leib.

Eine dreigliedrige geistige Wesenheit – der geistige Mensch – steigt empor, schwerelos, in die den Erdplaneten umgebenden geistigen Sphären, die Astralwelt.

Dieser dreigliedrige geistige Mensch "setzt" sich zusammen aus dem der Menschform gleichenden Ätherleib, dem Astralleib, der diesen als Aura umstrahlt und dem menschlichen individuellen Geist, auch Ich-Wesen genannt.

Der Ätherleib löst sich nach ungefähr 3 Tagen in der die Erde umgebenden Äthersphäre auf.
Der nunmehr aus der Astralhülle – leuchtend, individuell gefärbt und tönend – und dem geistigen Kraftzentrum, dem Ich, welches göttlicher Natur ist, bestehende Geist, beginnt in der geistigen Welt wahrzunehmen, zu schauen, zu erleben.

Um sich als Geistwesen in der lebendig-flutenden-erstrahlenden geistigen Umgebung, in dieser anfangs betäubenden Fülle des Geistes nicht zu verlieren, um einen "Standpunkt" zu finden, muss der "Jenseitige" immer wieder zu seinem Todesereignis hinblicken. Er sieht dieses jedoch ohne Schrecken, sondern mit Freude! Denn geistig wahrgenommen, ist das Erleben des Freiwerdens des Geistes vom "Gefängnis" des Erdenleibes, etwas Erhebendes. An diesem Hinblicken zum Todesereignis entzündet sich das geistige Bewusstsein.

Menschen, die von ihrem Tode nichts wissen, sei es, dass sie den Geist verleugneten oder sich durch schwere Schuld an die Materie gebunden haben, können nicht zum geistigen Wahrnehmen erwachen. Ja, in eurer Zeit gibt es sehr Viele, die als Schatten in Dumpfheit auf der Erde herumirren und den Weg in die Geistessphären nicht beschreiten können.

Nunmehr, liebe Menschen, kommt eine anfangs etwas schwierige Phase im Erleben des Geistes nach dem Tode. Das abgeschlossene Erdenleben wird nämlich, beginnend vom Todesereignis an bis hin zur irdischen Geburt zurückgelebt.

Im Geistigen ist ja alles, was ihr im Verlaufe eures Erdenlebens gedacht, gefühlt, getan habt, noch vorhanden. Das ist eingeschrieben in eine geistige Chronik. Wie ein Gewebe, von euch selbst erzeugt, liegt das vergangene Leben mit allen Ereignissen zur Aufarbeitung und wahren Erkenntnis vor euch.

So wandert ihr von Erlebnis zu Erlebnis zurück und immer erlebet ihr die Wirkungen eurer Gedanken, Gefühle, Wort und Taten genauso, wie Diejenigen, mit denen ihr diese Ereignisse durchgemacht habt, sie verspürten.

Wenn ihr also einem Menschen, einem Tier, einer Pflanze, einem Mineral- oder einem Elementarwesen etwas Gutes getan habt, so erlebt ihr dessen Freude und Glück in euch selber.
Genauso ist es, wenn ihr einem Mitgeschöpf Leid zugefügt habt. Ihr verspürt dessen Schmerzen oder Enttäuschung.

Diese Erlebnisse prägen sich tief in eure Seele ein und ihr sehet ganz genau, dass ihr mit eurer guten oder bösen Tat nicht nur eure Mitgeschöpfe gefördert oder geschädigt habt, sondern, dass ihr euren eigenen geistigen Wert entweder vermehrt oder verringert habt. Der innige Wunsch entsteht in euch, alles, was ihr falsch gemacht habt, wodurch ihr euren Geschwistern, denn im Leben nach dem Tode erkennt ihr eure enge Verbundenheit zu allen Erdenwesen, Leid oder Schaden zugefügt habt, im nächsten Erdenleben wiedergutzumachen.

Dieses klare Bewusstsein, dass ihr durch weitere Erdenleben die Möglichkeit, vergangene Schuld zu bereinigen bekommt, ist euch im Leben nach dem Tode eine große Erleichterung.

Ja, der wahre, moralische Wert, euer eigener geistiger Fortschritt oder Rückschritt, wird euch bei dieser Wanderung – Tag für Tag zurück bis in eure frühe Kindheit – ja bis zu eurer Geburt, deutlich bewusst: Freudig oder schmerzlich, je nachdem wie ihr gelebt habt.

Wenn ihr nach dieser individuellen Aufarbeitung eures Erdenlebens an dessen Beginn angelangt seid, dann steiget ihr weiter auf in höhere geistige Sphären, in welchen ihr, geleitet von hohen Engelwesen, die guten Früchte eures Erdenlebens in geistige Kräfte und Fähigkeiten umwandelt. Eure schlechten und einen Ausgleich erfordernden Taten werden in euer künftiges Schicksal einverwoben. Sie warten sozusagen auf euch, bis ihr wiedergeboren werdet.

Die Zeit der Bewertung eures vergangenen Erdenlebens nach moralischen Gesichtspunkten verbringt ihr in den verschiedenen die Erde umgebenden, geistigen Sphären, dichteren und immer lichter und feineren, die sich vom Erdplaneten bis hin zur Sonne erstrecken. Überall, wo ihr hineinpasst auf Grund eurer Individualität machet ihr "Station". Dieses Durchschreiten der die Erde umgebenden Geistessphären, ist wirklich ganz unterschiedlich.

So Mancher saust durch dichte Sphären hindurch, weil in seinem Wesen keine Entsprechungen sind. Ein Anderer wiederum muss längere Zeit in einem "Fegefeuer" sich von niederen Begierden befreien.

In den höheren, geistigen Sphären erleben die Geistwesen, die darin Aufnahme finden, eine sehr glückliche Zeit. Denn sie dürfen mit Engelwesen gemeinsam zum Wohle der Erde wirken. Auf geistige Art wird Vieles, was auf Erden sich wandeln soll, vorbereitet. Ein herrliches, kreatives miteinanderwirken von Engeln und Menschengeistern ist in diesen schönen Sphären beseligende Realität.

Immer wieder treffen sich auch jene Menschengeister, die miteinander ein Karma austragen müssen und es wird, unter Leitung von hohen Engelwesen weisheitsvoll, das künftige Erdenleben vorgestaltet. Immer nach dem Gesichtspunkt, den bestmöglichsten, geistigen Fortschritt aller Beteiligten zu erzielen.
Kurz bevor die Zeit reif ist für eine neuerliche Inkarnation, werden auch die früheren Erdenleben immer mehr im Bewusstsein lebendig.
Oh, erst nach längerem Leben im Geistigen hat der Mensch die Reife und die Kraft, Zusammenhänge zu erfassen und die Schicksalsnotwendigkeiten einzusehen. Für gewöhnlich bejaht der für die neuerliche Inkarnation aufgebaute und vorbereitete Geist sein individuelles Schicksal. Denn er weiß, dass er dadurch wachsen kann in seinem geistigen Fortschritt.

Mit Wehmut nimmt er Abschied von seinen Freunden, Verwandten, von seiner Geistfamilie. Er weiß, dass er beschützt wird. Er weiß, dass alles, was für ihn vorgesehen ist auf Erden, zu seinem Besten ist.

Dann wird er von Engelwesen zu seinen "neuen" Eltern geführt. Sein geistiges Bewusstsein umschleiert sich wieder – er umhüllt sich mit dem materiellen Kleide – wird wiedergeboren als Mensch – als Erdenbürger – um sich aufs Neue zu bewähren.

Solange der Mensch seinen Astralleib noch mit Sünde befleckt hat, wird er wieder inkarnieren. So kann man sagen, dass fast alle Menschen, ausgenommen jener Engelwesen Gleichenden, die als Missionsgeister freiwillig inkarnieren, die völlige Reinigung ihres geistigen Leibes vom Bösen noch nicht geschafft haben. Von Leben zu Leben, wenn dieses gut und im Einklang mit GOTTES Geboten geführt wird, wird dieser in Eigenarbeit zu leistende Läuterungsprozess fortgeführt.

Christus, unser heiliger Erlöser, hilft uns dabei, so dass, indem wir ihm nachfolgen, die Reinigung unserer von Sünde befleckten Seele zügig fortschreitet.

Vertrauen wir uns, liebe Erdengeschwister, doch Christus an. Seine heilenden, reinigenden Kräfte helfen und stärken uns auf unserem Weg in eine lichtere, friedliche, freudvolle Geisteswelt.

Meine Ausführungen sind keinesfalls vollständig.
Es gibt bereits ausführliche Schilderungen – diese umfassen ganze Bücher.

Ich wollte euch eine Grundstimmung darüber vermitteln, was auch euch, denn ihr Alle schreitet ja immer wieder über die Schwelle des Todes, so im Allgemeinen in der Welt des Geistes erwartet.

Es ist sehr wichtig, liebe Geschwister, dass ihr euch auf das "nachtodliche" Leben vorbereitet. Dieses ist eben kein Ruhen oder auf „Wolken Beten“. Es ist zu Beginn immer die Aufarbeitung eures vergangenen Erdenlebens notwendig, und zwar ganz konkret und der Wahrheit entsprechend. Da wird alles aufgedeckt. Da kommt alles ans Licht! Auch alles, was ihr verdrängt oder als bedeutungslos betrachtet habt.

So könntet ihr durch ehrliche Prüfung und Aufarbeitung eures Lebens, also all der Ereignisse, die negative Folgen hatten, noch zu "Lebzeiten" euch eine beträchtliche Erleichterung für die Zeit nach eurem Ableben verschaffen.

Wenn ihr Böses getan habt und Jene, denen ihr Schaden zufügtet um Verzeihung bittet und eure Schuld begleicht, so wird euch, so ihr Vergebung erlangt habt, dieses Vorkommnis nach eurem Tode nicht mehr quälen.

So räumet auf!
Besinnet euch!

Eine Wandlung eures Verhaltens noch auf Erden verringert eure Schuld und verbessert euer künftiges Schicksal.

Ein Beichtvater kann euch da nicht helfen. Von Schuld könnt ihr euch nicht durch einen "Stellvertreter Christi" loskaufen. Ehrliche Reue – die Bitte um Vergebung – die Wiedergutmachung und die Gesinnung, künftig das Böse nicht mehr zu tun, das bewirkt eine Wandlung und Erleichterung eures nachtodlichen Lebens und eures Karmas.

Besprecht euch mit Christus. Ihr fühlt ja ganz genau, wenn ihr euch versündigt habt an euren Mitmenschen oder an der Natur!

Unser Heiland, Christus, der Herr, zeigt euch Möglichkeiten zur Wiedergutmachung auf und hilft euch.

Lebt also bereits vor eurem Leibestode so, dass ihr euch vor dem "Nachher" nicht zu fürchten braucht. Denket daran, dass alles Gute und Hilfreiche, das ihr euren Nächsten "tut", euch zugutekommt – auch im Erleben nach dem Tode und im künftigen Erdenleben!

Freuet euch auf die kommende Lichtzeit, die Zeit des Friedens und der Harmonie, die Christus mit den Seinen erschafft.
Bereitet auch ihr euch vor und strebet nach dem Guten, dem Göttlichen!

Mit großer Freude habe ich diese Zeilen diktiert und hoffe, dass auch ihr ein Gutes daraus für euch gewinnen könnt!

In Liebe verbleibe ich
als euer Bruder Jakob